Marlene Dietrich als Bundespräsidentin? Das geteilte Berlin ist Schauplatz eines Verwirrspiels von Fakten und Fiktionen
Es ist kalt in Ostberlin, als Marlene Dietrich im Januar 1964 für einen Zwischenstopp in ihrer früheren Heimatstadt landet. Mit Deutschland hat sie gebrochen und möchte so schnell wie möglich nach Warschau weiterreisen. Doch in Westberlin warten zwei Männer auf sie: Der Regierende Bürgermeister Willy Brandt und sein Sprecher Egon Bahr wollen sie bei der Wahl des Bundespräsidenten gegen den Alt-Nazi Heinrich Lübke antreten lassen. Was, wenn es so passiert wäre? Auf der Bühne des Kalten Krieges entwickeln BudeMunkWieland aus Fiktionen, Fakten und Bildern eine irrwitzige Geschichte. Sie handelt von Freiheit, Diktatur, Widerstand, Exil und Anpassung und verlängert das 20. Jahrhundert in die Gegenwart.
Marlene Dietrich als Bundespräsidentin? Eine faszinierende Fantasie
Ein Roman über die Abgründe des Kalten Krieges, dessen Narben wieder aufgebrochen sind
Das geteilte Berlin als Schauplatz für ein Verwirrspiel von Fakten und Fiktionen
Heinz Bude
Heinz Bude, geboren 1954, studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Von 2000 bis 2023 war er Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Seit 2020 Gründungsdirektor des documenta Instituts in Kassel. Er lebt in Berlin. Im Carl Hanser Verlag erschien zuletzt: »Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968« (2018), »Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee« (2019) und, gemeinsam mit Bettina Munk und Karin Wieland, »Aufprall« (2020) sowie »Abschied von den Boomern« (2024).
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»Im Kern geht es um Werte und Haltung, um Mut, Unbeugsamkeit und – ja, auch – Kampfeswillen für die gute Sache. Davon gerade in diesen Zeiten zu erzählen, in denen Rechtsextremisten, Populisten und Demagogen allenthalben auf dem Vormarsch sind, in denen – auch in Deutschland – Demokratie längst nicht mehr für alle selbstverständlich und erhaltenswert ist, verleiht ›Transit 64‹ eine geradezu drängende Aktualität.« Christian Rein, Aachener Zeitung, 13.10.25
»Eine herrlich verrückte Geschichte aus Fakten, Fiktionen und hintersinnigen Bildern.« Elke Schlinsog, Deutschlandfunk Kultur, 18.09.25
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