Für Umberto Eco ist Büchersammeln ein Akt ökologischer Fürsorge: "Wir haben nicht nur die Wale, die Mönchsrobben und die Bären in den Abruzzen zu retten, sondern auch die Bücher." Wirkliche Leser möchten ihre Lieblingsbücher deshalb nicht nur lesen, sondern auch besitzen und zu Hause ins Regal stellen. Für sie hat Eco "Die Kunst des Bücherliebens" geschrieben. Der Romancier, Wissenschaftler und Geschichtenerzähler aus Italien nähert sich darin der ewigen Frage "War Shakespeare zufällig Shakespeare?", und er zeigt auch, dass mit Werken wie dem "Book of Lindisfarne" oder den "Très Riches Heures", welche die Geistesgeschichte seit Jahrhunderten prägen, eine ganze Kultur auf dem Spiel steht.
Umberto Eco
Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) geboren und starb am 19. Februar 2016 in Mailand. Er zählte zu den bedeutendsten Schriftstellern und Wissenschaftlern der Gegenwart. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt u.a. der Roman »Nullnummer« (2015), »Pape Satàn« (Chroniken einer flüssigen Gesellschaft oder Die Kunst, die Welt zu verstehen, 2017), »Auf den Schultern von Riesen« (Das Schöne, die Lüge und das Geheimnis, 2019), »Der ewige Faschismus« (2020) und »Der Name der Rose« (Jubiläumsausgabe, 2022).
"Eine Liebeserklärung an Bücher. Mit welcher Akribie Eco deren Geschichten und Schicksalen nachgeht, ist teilweise atemberaubend. ... Die Fähigkeit, nicht streng zwischen seinen fiktionalen, autobiographischen und wissenschaftlichen Texten zu trennen, sondern an einer großen Phänomenologie seiner selbst weiterzuarbeiten, das macht nicht unwesentlich die Attraktivität des Schriftstellers Eco aus." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.09
"Ich sage es offen, aus Liebe zu einem schönen Buch ist man bereit zu jeder Gemeinheit." Umberto Eco
"Eine faszinierende Liebeserklärung an Bücher." Karin Großmann, Sächsische Zeitung, 15.04.09
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