Beim Golfen werden viele Bälle verschossen. 55.555 davon muss Laurent eigenhändig einsammeln, um eine alte Schuld bei NO, seinem Jugendfreund, zu begleichen. Dieser hatte Laurents Vater vor der Gestapo gerettet. Was zunächst wie ein harmloser Scherz aussieht, ist ein grausames Spiel. Ein heiter-trauriger Roman, in dem Sportliches und Mathematisches, Historisches und Philosophisches aufs Eleganteste verwoben sind.
Jacques Roubaud
20. Jahrhundert Frankreich Kindheit Nationalsozialismus
"Ein Meisterstück"
Steffen Richter, Frankfurter Rundschau, 03.09.03
"Eine dichte atemlose Geschichte - nicht nur für Golf-Fans."
Jeanne Turczynsky, Nürnberger Nachrichten, 24.10.03
"Ein federleichter Text über einen bleischweren Gegenstand."
Dorothee Hammerstein, Basler Zeitung, 02.01.04
"Es macht seine Meisterschaft aus, dass er nun auf 140 Seiten und in einer ganz sparsamen, "kleinen", fast tänzelnden Prosa eine Geschichte zu erzählen versteht, die von einer pervertierten Jugendfreundschaft zu handeln scheint - nein, nicht nur scheint, sondern herzzerreißend wirklich davon erzählt - und die zugleich konstatiert, dass sich bis heute ein Gift durch die französische Gesellschaft zieht, das vom kaum offen diskutierten Verbrechen der Kollaboration während der Nazi-Besetzung Frankreichs stammt und das die Grande Nation nicht wahrhaben darf, weil sie sonst nicht ganz so glanzvoll behaupten könnte, dass sie die Grande Nation sei."
Jörg Drews, Süddeutsche Zeitung, 21.11.03
"Was sich so je nach Belieben als historischer Roman, als Parabel, Thriller, literarisches Impromptu oder als alles zugleich liest, ergibt ein reizvolles Vexierbild, das mit jedem Satz vom Scherz zur Tragik, von da weiter zum absurden Zufall und sogleich zurück zum subtilen Humor schnellt."
Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.04
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