Odile Blanc, Tochter eines Bauern in einem kleinen Dorf in Savoyen, blickt zurück auf ihr Leben, während sie mit ihrem Sohn Christian, dem Drachenflieger, hoch über der Landschaft ihrer Jugend schwebt. Die Fotografin Patricia MacDonald ist ebenfalls über die Landschaft geflogen, in der John Bergers Geschichte spielt. Ihre außergewöhnlichen Luftaufnahmen stehen in wunderbarem Gleichklang mit dem Text, der vom Verschwinden des bäuerlichen Lebens erzählt, und von der Liebe.
John Berger
John Berger, am 5 November 1926 in London geboren, war Schriftsteller, Maler und Kunstkritiker. Bereits 1972 wurde er mit dem Booker Preis ausgezeichnet. John Berger lebte viele Jahre in einem Bergdorf in der Haute Savoie. Er starb 2017 in Paris, nur wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag. Bei Hanser erschienen Essaybände, Gedichte und Romane, zuletzt »Gegen die Abwertung der Welt« (Essays, 2003), »Hier, wo wir uns begegnen« (2006), »A und X« (Eine Liebesgeschichte in Briefen, 2010), »Bentos Skizzenbuch« (2013), »Der Augenblick der Fotografie« (Essays, 2016), eine Neuausgabe der Trilogie »Von ihrer Hände Arbeit« (2016) und zuletzt »Ein Geschenk für Rosa« (2018).
"Der britische Autor verfügt über einen Erzählton, der schlicht und einfach als Seelenklang zu bezeichnen ist, mit Schwingungen, die in der Gegenwartsliteratur einzigartig sind."
Werner Krause, Kleine Zeitung, 18.03.00
"Eine von Bergers wunderbaren Liebesgeschichten, die Menschen beschreiben und die ganze Welt meinen."
Monika Schattenhofer, Süddeutsche Zeitung, 22.03.00
"Die Menschen, auf deren Schmerz und Schicksal es einzig ankommt, werden nicht irgendwie beschrieben oder dargestellt, sondern erfasst, so wie sie täglich vom Unglück getroffen werden, wie sie der gewöhnlichen Ungeheuerlichkeit ausgesetzt sind. Das gelingt John Berger mit schlichten Stilmitteln, mit kurzen und deutlichen Sätzen."
Georges-Arthur Goldschmidt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2000
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