Colm Tóibín Tóibín Die Geschichte der Nacht

Die Geschichte der Nacht

von Colm Tóibín

Roman

EUR 19,90

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Beschreibung

Die Straßen sind verlassen bei Nacht, und niemandem fällt irgend etwas auf, weil sich alle ans Wegsehen gewöhnt haben. Tóibíns Roman spielt in Argentinien in der Zeit der Generäle. Richard Garay, ein einsamer junger Mann, lebt allein mit seiner Mutter in Buenos Aires. Vor ihr wie auch vor dem Rest der Welt verbirgt er sorgfältig seine Homosexualität, während er einem tristen, schlechtbezahlten Job als Englischlehrer nachgeht. Erst mit dem Tod der Mutter und dem Ausbruch des Falklandkriegs ändert sich sein Leben. Im Haus eines reichen Schülers lernt er ein amerikanisches Diplomatenpaar kennen, Spione, wie sich herausstellen wird, die sich seiner bedienen. Er gewinnt an Selbstvertrauen, tritt aus seiner Schattenwelt heraus, an die Stelle flüchtiger Begegnungen tritt eine richtige Beziehung. Tóibíns beunruhigender Roman ist erfüllt von Schatten und Geheimnissen, nur halb gelebten Leben, von Verlusten und Ängsten. Nie weiß man, welche Begegnung sich als verhängnisvoll entpuppen wird, welchen Personen man besser nicht trauen sollte, welches Geheimnis gefährlich werden könnte.

Autor*in

Colm Tóibín
Colm Tóibín, 1955 in Enniscorthy geboren, ist einer der wichtigsten irischen Autoren der Gegenwart. Bereits sein erster Roman »Der Süden« (1994) wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem IMPAC-Preis, dem David Cohen Prize for Literature und dem Würth-Preis für Europäische Literatur. Bei Hanser erschienen zuletzt «Long Island« (Roman, 2024) sowie »Vinegar Hill« (Gedichte, 2025). Er wurde für 2022–2024 zum Laureate for Irish Fiction ernannt.

Themen in »Die Geschichte der Nacht«

20. Jahrhundert Argentinien Homosexualität Irland

Stimmen zu »Die Geschichte der Nacht«

"Was an Zeitgeschehen und sozialen Szenerien vorkommt, wird plastisch, scharfsinnig und kenntnisreich dargestellt. ... Dafür entschädigt >Die Geschichte das Nacht< durch den auch hier souveränen erzählerischen Stil und die so leichthändige wie fesselnde Mischung einer Vielzahl von ganz unterschiedlichen Themen." Eberhard Falcke, Süddeutsche Zeitung, 20./21.11.1999 "Ein ergreifender und doch wunderbar unkitschiger Liebesroman." Richard Kämmerlings, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999 "Unter den irischen Gegenwartsautoren, die sich im Ausland wachsender Beliebtheit erfreuen, zeichnen sich nur die wenigsten durch ein Gespür für die verworrenen Fäden aus, die das persönliche Leben des .... Individuums mit den Geschicken eines ganzen Landes verknüpfen. Einer der wenigen Romanciers, die ein ausgeprägtes Interesse an Machtkonstellationen und den Machinationen der Politik mitbringen, ist der vom Journalismus kommende Colm Tóibín." Hans-Christian Oeser, Neue Zürcher Zeitung, 13.1.00 "Der irische Schriftsteller Colm Tóibín hat schon in seinem ersten Roman ... bewiesen, dass er die große Kunst beherrscht, das Eigene im Fremden zu beiderseitigem Gewinn zu spiegeln. .... Die "Geschichte der Nacht" wird, fast überraschend, zu einem ergreifenden und doch wunderbar unkitschigen Liebesroman." Richard Kämmerlings, FAZ, 2.11.1999 "'Die Geschichte der Nacht' ist ein politisch brisanter Roman mit einer humanen Botschaft, der außerdem noch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte erzählt." Ute Stempel, Brigitte, 6.10.1999
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Details

ISBN: 9783446197862
Verlag: Hanser, Carl
Erscheinung: 06.09.1999

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