Den ehemaligen Kollegen hat er immer beneidet. Um den Ruhestand, das Motorrad und die neue Freiheit. Doch jetzt steht er selbst frisch verrentet auf den bemoosten Treppen vor seinem Haus und weiß nicht wohin. Eine Krawatte braucht er nicht mehr, zu Hause ist er im Weg, die Kinder sind längst ausgezogen. Ob die junge Frau, die er jüngst auf dem Friedhof getroffen hat, ihm nur etwas vormacht, vermag er nicht zu sagen. Er ist aus der Übung. Und dennoch nimmt er ihren Vorschlag an, lässt sich von ihrer Agentur »Happy family« mal als Opa, mal als Exmann, dann wieder als Vorgesetzter engagieren und trifft auf fremde Menschen und Schicksale. Er spielt seine Rollen gut, und seine Frau bekommt von alledem nichts mit. Sie hat wieder angefangen zu tanzen …
Wie viele Leben muss man ausprobieren, um das eigene zu finden?
»Eine berückende Geschichte über alles, was zählt.« Denis Scheck, ARD
Von der Autorin des Bestsellers »Ich nannte ihn Krawatte« (über 100.000 verkaufte Exemplare).
»Warmherzig ironisch. Ein diskret entwaffnendes Buch.« (Markus Clauer, Die Zeit)
»Ein literarischer Glücksfall« Wiener Zeitung
»Ein kleiner Roman der Wahrhaftigkeit.« (Paul Jandl, NZZ)
Nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2018.
Milena Michiko Flasar
Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Komparatistik, Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, lebt als Schriftstellerin in Wien und unterrichtet nebenbei Deutsch als Fremdsprache.
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