Ein Flüchtling betritt die Ausländerbehörde, um ein letztes Mal seine Sachbearbeiterin aufzusuchen. Karim Mensy ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört. Vor drei Jahren ist der Iraker aus dem Transporter eines Schleppers gesprungen und wähnte sich in Frankreich – er war aber in der bayrischen Provinz. Drei bizarre Jahre, in denen Karim sich eine neue Lebensgeschichte erfinden muss, durch Formulare, Gelegenheitsjobs und Asylunterkünfte kämpft, auf fragwürdige Freunde einlässt und auf abenteuerliche Liebschaften. Doch mit der Ablehnung seines Asylantrages steht Karim wieder vor dem Nichts. Abbas Khider stellt unser Selbstverständnis einer offenen Gesellschaft in Frage - stimmgewaltig, tieftraurig und voller Witz.
"Das Buch der Stunde." (Denis Scheck)
Der Spiegel-Bestseller jetzt im Taschenbuch.
„Deutschland streitet über die Flüchtlingskrise. Abbas Khider schreibt, wie sich Flüchtlinge fühlen.“ (Spiegel online)
Ausgezeichnet mit dem Nelly-Sachs-Preis und dem Hilde-Domin-Preis.
„Die Romanfiguren von Abbas Khider sind einzigartig, und dennoch beschreibt sein literarisches Werk exemplarische Schicksale unserer zerrissenen Gegenwart.“ (Hubert Spiegel, Laudatio zur Verleihung des Nelly-Sachs-Preises)
"Scharfsinnig, witzig, ironisch, unbequem ehrlich, in Momenten rührend, in anderen bitterböse (...). Ein deutscher Parallelalltag, den sich trotz aller Nachrichten kaum jemand vorstellen kann." (Emotion)
"Es ist ein Glück für alle Leser, dass Khider nicht zur Mehrheit jener Flüchtlinge zählt, die in Deutschland keine Heimat finden." (SRF)
"Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte." (HR2)
Abbas Khider
Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er aus dem Irak und hielt sich in verschiedenen Ländern auf, seit 2000 lebt er in Deutschland. 2008 erschien sein Debütroman »Der falsche Inder«, es folgten »Die Orangen des Präsidenten« (2011), »Brief in die Auberginenrepublik« (2013), »Ohrfeige» (2016), »Deutsch für alle. Das endgültige Lehrbuch« (2019) und »Palast der Miserablen« (2020). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis geehrt. Abbas Khider lebt zurzeit in Berlin.
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