Gerda Derking kennt sich aus mit dem Sterben, denn seit Jahren hat sie die Toten des Dorfes hergerichtet. Jetzt hat sie die Entscheidung getroffen, sich fortan den Lebenden zu widmen. Als in jenem August 1962 Wilhelm Leeb vor ihrer Tür steht, lässt sie sich dennoch überreden, ihren Dienst ein letztes Mal zu erfüllen. Wilhelm Leeb – ausgerechnet er, der Gerda einst sitzen ließ, um sich die Tochter von Bauer Kruse mit der hohen Mitgift zu sichern. Nach dem Krieg führte er auf seinem Hof ein hartes Regime, obwohl die Familie jahrelang geschuftet hatte, um Besitz und Leben zu verteidigen. Aber nun steht Wilhelm als gebrochener Mann vor ihr – und Gerda ahnt, dass sich im Leben der Leebs eine Tragödie vollzogen haben muss.
Ein epischer, sieben Generationen umfassender Familien- und Gesellschaftsroman.
Virtuos erzählt Henning Ahrens vom Schicksal einer niedersächsischen Bauernfamilie.
»Ein Glanzstück.« (Die Zeit online)
Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2021.
»Ein Buch, das ins Mark geht.« (NDR)
Henning Ahrens
Henning Ahrens, 1964 in Niedersachsen geboren, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Frankfurt. Er übertrug unter anderem die Werke von Jonathan Safran Foer, Colson Whitehead, Meg Wolitzer und Richard Powers ins Deutsche. Sein Roman »Mitgift« war für den Deutschen Buchpreis nominiert.
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»Ein großartiges, intensives und mutiges Buch«
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