Von Vater zu Sohn
Junge Männer stecken in der Krise, viele von ihnen fühlen sich verloren, unglücklich und wütend – eine Entwicklung, die sich niederschlägt in alarmierend hohen Suizidraten unter Männern und der steten Zunahme von Hass auf und Gewalt gegen Frauen. Mit dem Netflix-Blockbuster Adolescence hat Stephen Graham, Autor und Star der Serie, eine breite Debatte um die Radikalisierung junger Männer durch toxische Männlichkeitsbilder losgetreten.
Stephen Graham
Der britische Schauspieler Stephen Graham wuchs in der Kleinstadt Kirkby als Sohn einer Kinderkrankenschwester und eines Sozialarbeiters auf. Sein Durchbruch gelang ihm im Jahr 2000 als Tommy in Guy Ritchies Snatch, es folgten Rollen in Martin Scorseses Gangs of New York, Michael Mann‘s Public Enemies, der HBO-Serie Boardwalk Empire und Fluch der Karibik. Im Jahr 2025 schuf er gemeinsam mit Jack Thorne die Miniserie Adolescence. Graham tritt darin selbst als Eddie Miller auf, der Vater des Mordverdächtigen Teenagers Jamie. Die Serie wurde von Kritikern hoch gelobt, mit acht Emmys ausgezeichnet und löste weltweit eine Debatte um Misogynie und die Online-Radikalisierung junger Männer aus.Orly Klein arbeitete viele Jahre lang mit Obdachlosen in der Londoner Innenstadt, bevor sie Dozentin für Psychologie wurde. Zwei Jahre lang betrieb sie partizipative Forschung im Rahmen von »Room to Rant«, einem Musikprojekt für junge Männer, das Rap als therapeutisches Mittel einsetzt. Sie wuchs in der Nähe von Wembley auf und lebt heute mit ihrem Partner, ihrem Sohn und einem Goldfisch namens Dorothy in Brighton.
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