Wie wird in der Kirche entschieden – und was prägt kirchliche Führung heute tatsächlich? Diese Dissertation blickt tief in die kirchlich-katholische Steuerungskultur und zeigt: Steuerung geschieht nie nur über Strukturen, Regeln oder Macht, sondern immer auch über Kultur, Wahrnehmungen und unausgesprochene Erwartungen. Die Studie untersucht erstmals empirisch die Steuerungskultur einer katholischen Diözese. Auf Grundlage von Expert:inneninterviews zeigt sie, welche Faktoren kirchliche Entscheidungsprozesse prägen: institutionelle Strukturen, Rollenverständnisse, Erwartungen an Führung sowie der Umgang mit Konflikten, Ambiguitäten und gesellschaftlichem Wandel. Am Beispiel der Diözese Graz-Seckau entsteht ein präzises, ungeschöntes und zugleich konstruktives Bild kirchlicher Organisationswirklichkeit – mit klaren Impulsen für eine zukunftsfähige, legitimitätsstarke Gestalt von Kirche.
Lukas Grangl
Lukas Grangl ist promovierter Pastoraltheologe und Jurist mit Schwerpunkten in kirchlicher Organisation und wirtschaftlicher Entwicklung. Er arbeitete im Bank-, Immobilien- und Beratungssektor sowie im Verteidigungsministerium und wirkte kirchlich u. a. im Synodalen Prozess. Ab September 2026 übernimmt er die Aufgabe des Direktors der Diözese Graz‑Seckau.
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