Dieses Buch präsentiert Forschungsergebnisse, die über manches hinausgehen, was bisher zu Grotius’ Beitrag zum modernen Asylrecht vertreten wurde: Keime individueller Rechte, Verbindungen zur Aufnahme von Sephardim, Geltung unabhängig von kolonialen Erwägungen, u. U. Schutz vor politischer Verfolgung, Elemente eines umfassenden Asylkonzepts: Auslieferungsschutz bei unverdienter Feindseligkeit, Schutz vor existenziellen Bedrohungen durch Aufnahme und gesicherte Rechtsstellung.
»Hugo Grotius as Author Paving the Way for the Human Right to Asylum and the Modern Law Protecting Forced Migrants Against Serious Harm«: This book presents results of research that contradict or go beyond claims of previous publications on Grotius and asylum: a comprehensive concept of asylum, the germ of individual rights, a new assessment of colonialist implications, connections with the reception of Sephardim, protection against political persecution, contributions to a human rights theory, relations between Grotius’s concepts and presently applicable features of law and with current discussions within philosophy of law.
Rainer Keil
Asylrecht Schutz vor Auslieferung Abschiebungsschutz Frühe Neuzeit Idee der Menschenrechte Rights based arguments Innoxia Utilitas Utilitarismus Produktive Disharmonie Ideengeschichte der Rechtsphilosophie
»Es müsste eigentlich mehr Bücher wie das vorliegende geben. Sie zeigen, dass man ein großes Thema auch auf knappem Raum abhandeln kann – und zwar nicht um den Preis von Oberflächlichkeit oder suggestiver Vereinfachung oder Vereinheitlichung. Das Buch von Keil zeigt, wie gut es zusammen geht, dass man selbstbewusst aus dem Fragehorizont der eigenen Zeit in einen produktiven Dialog mit einem viel älteren Text treten kann – ohne dies auf Kosten philologischer oder hermeneutischer Genauigkeit zu tun. Allen, die an den zugleich zeitlosen wie aktuellen Fragen von Asyl, Flucht und Migration interessiert sind (und das sollten wir eigentlich alle sein), sei das Buch nachdrücklich empfohlen.« Prof. Dr. Jochen Bung, in: Rechtsphilosophie, 3/2025
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