Der vorliegende Band beschäftigt sich mit bewaffneter Gewalt, wie sie durch Streitkräfte vorgehalten, organisiert und angewandt wird. Das daraus erwachsende Spannungsfeld zwischen Einhegung und Legitimation militärischer Gewalt wird von den Autorinnen und Autoren vornehmlich mit Blick auf Deutschland und die Bundeswehr in den Mittelpunkt der Betrachtungen gerückt. Dabei werden Formen, Funktionsbedingungen und Entwicklungstendenzen militärischer Gewalterfahrung aus unterschiedlichen (fach)disziplinären Perspektiven aufgegriffen und analysiert.
»Armed Forces and the Management of Violence: Social and Ethical Perspectives«
The function of the military is to manage, organize and employ violence. With regard to the tensions arising from the necessity to control the military's use of force and to legitimate it at the same time, the authors of this volume analyze and discuss recent trends in civil-military relations with respect to Germany and the Bundeswehr.
Nina Leonhard
Zivil-militärische Beziehungen Bundeswehr Militärsoziologie
»Dem gelungenen Band ist ein hoher Reflexionsgrad zu attestieren, der einer kritischen Beschäftigung mit dem schwierigen Verhältnis von Gewalt, Militär und Demokratie angemessen ist.« Hendrik Simon, auf: Portal für Politikwissenschaft, 19.11.2015
»Der Sammelband bietet somit ein reiches Spektrum an Themen und Thesen, die eine Reihe gängiger Annahmen in Frage stellen. Einige der Beiträge provozieren zum Widerspruch, andere regen dazu an, über das Dargebotene hinauszudenken. Auf jeden Fall dokumentiert der Band, wie lebendig die militärsoziologische und -ethische Szene inzwischen geworden ist. Insofern füllt der Band diverse Lücken – nicht zuletzt jene, die durch die Abwesenheit einer gleichermaßen anspruchsvollen und lebendigen Militärpublizistik verursacht sind.« Klaus Naumann, auf: Soziopolis, abgerufen am 17.12.2015
»Eines der beiden Glanzstücke des Bandes ist der Aufsatz von Nina Leonhard über den topos der ›post-heroischen Gesellschaft‹ als Kriegsdiagnose zivilmilitärischer Beziehungen in modernen westlichen Gesellschaften. [...] Ihr Aufsatz ist eine gedankenreiche und stingente Begriffs- und Konzeptanalyse. [...] Das zweite Glanzstück der Sammlung steht im dritten Abschnitt ›Militärische Gewalt aus soldatischer Perspektive‹ [von Maren Tomforde]. [...] Die Befragungsergebnisse sind eine spannende Lektüre.« Wilfried von Bredow, in: Politische Vierteljahresschrift, 1/2016
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