Die Dissertation stellt die Bestimmungen dar, die den Schutz der Medien im Völkerrecht während bewaffneter Konflikte regeln. Die Arbeit prüft, inwieweit diese Bestimmungen zum Schutz der Journalisten im Lichte der neuen Arbeitsbedingungen und der zunehmend wichtigen Rolle der Medien während der Kriegszeiten genügen. Die Arbeit beschäftigt sich nicht nur mit Rechten und Pflichten der Kriegskorrespondenten nach dem Völkerrecht, sondern auch mit Möglichkeiten der Verbesserung ihres Schutzsystems.
Yasser Abdelrehim prüft die Schutznormen von Kriegskorrespondenten im Völkerrecht im Kontext der neuen Arbeitsbedingungen und der zunehmend wichtigen Rolle der Medien während der Kriegszeiten. Er stellt fest, dass diese Normen unzulänglich sind und Art. 79 ZP I die Lücke im Schutzsystem der Kriegskorrespondenten nicht vollständig schließen konnte. Eine Sonderkonvention über Journalisten würde viele Pflichten mit sich bringen, weswegen die Möglichkeit des Hinzufügens von einem oder zwei Absätzen zu Art. 79 ZP I in Betracht kommt, die den besonderen Schutz der Kriegskorrespondenten eindeutig hervorheben. Darüber hinaus prüft der Autor die Frage der Rechtmäßigkeit der Angriffe auf Mediengebäude während des Kriegs und geht auf das Problem der Kriegspropaganda ein. Bei bewaffneten Konflikten bestehen besondere Sorgfaltspflichten, insbesondere wenn Ansichten veröffentlicht werden, die Aufrufe zu Hass oder Gewalt enthalten.
Yasser Abdelrehim
Kriegskorrespondenten Journalisten Krieg und Medien