In diesem Buch wird das rechtsstaatliche Prinzip der richterlichen Unabhängigkeit aus der systemtheoretischen Sicht der Ausdifferenzierung des Rechts rekonstruiert und auf dieser Basis auf gesellschaftliche Bedingungen der richterlichen Unabhängigkeit eingegangen. Die Funktion der richterlichen Unabhängigkeit wird in der Sicherung und Förderung der Ausdifferenzierung des Rechtssystems gesehen. Die richterliche Unabhängigkeit wird als Entscheidungsautonomie des Richters gegenüber der gesellschaftlichen Umwelt des Rechtssystems aufgefasst. Bei der Beschäftigung mit den gesellschaftlichen Bedingungen der richterlichen Unabhängigkeit werden die deutsche und die chinesische Rechts-, Sozial-, Politik- und Geistesgeschichte behandelt und vergleicht.
Der Autor rekonstruiert das rechtsstaatliche Prinzip der richterlichen Unabhängigkeit aus systemtheoretischer Sicht und geht auf seine gesellschaftlichen Bedingungen ein. Er sieht die Funktion der richterlichen Unabhängigkeit in der Sicherung und Förderung der Ausdifferenzierung des Rechtssystems in Bezug auf seine gesellschaftlichen Umwelt, vor allem gegenüber dem politischen System. Die richterliche Unabhängigkeit wird als Entscheidungsautonomie des Richters gegenüber der gesellschaftlichen Umwelt des Rechtssystems aufgefasst. In Bezug auf die gesellschaftlichen Bedingungen der richterlichen Unabhängigkeit wird geprüft, ob sich aus der Ausdifferenzierung des Rechts, seiner Gestaltbarkeit und seiner gesellschaftlichen Bedeutung, die Entstehung der richterlichen Unabhängigkeit in Deutschland und ihr Fehlen im gegenwärtigen China erklären lassen. Dabei werden die deutsche und die chinesische Rechts-, Sozial-, Politik- und Geistesgeschichte behandelt und verglichen.
Teng-Chieh Yang
Richterliche Unabhängigkeit Systemtheorie China
»Das Werk bietet, nicht zuletzt durch die Wahl Chinas als für den Vergleich herangezogenen Staat, eine interessante rechtstheoretische Sicht auf das Prinzip der richterlichen Unabhängigkeit und das Verhältnis zwischen Recht, Politik und Moral.« Sabine Scharnagl, in: Österreichisches Institut für Menschenrechte Newsletter, 4/2013
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