Leo ist Abiturient und weiß, worauf es im Leben ankommt. Das Boss-Sakko sitzt, der Bizeps ist definiert. Er weiß, auf welchem Parkplatz an der Schule er seinen Wagen abstellen muss, um seine Position in der Rangordnung der Clique zu behaupten, er weiß, mit welchem Mädchen er sich sehen lassen kann. Und er weiß auch, welche Gras-Sorte man auf Koks raucht, um nicht zu kollabieren. Ihm gehört die Welt. Er will nach ganz oben. Wie seine Freunde auch. Gemeinsam und gegeneinander kämpfen sie um die Pole Position und um Perfektion. Als bei einer Jachtparty alte Rechnungen beglichen werden, wird aus dem Spiel um Macht und Prestige bitterer Ernst.
Victor Witte
Victor Witte wurde 1988 in Berlin geboren, studierte dort Philosophie und Germanistik und nahm am Autorenkolleg der FU Berlin teil. Seit 2013 studiert er in Hildesheim Literarisches Schreiben. Texte von ihm erschienen in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften. "Hier bin ich" ist sein Debütroman.
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"Dass Witte den sexistischen Blicken und den sich um weibliches Frischfleisch entzündenden Rudelkämpfen der Männer einen derart breiten und gleichsam ironisch gebrochenen Raum zubilligt, zeigt: Hier ist ein wahrer Kulturkritiker am Werk."
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"...obwohl das alles wirklich unangenehm ist und Leo einfach nur verachtenswert, lässt sich dieses Buch bis zum Schluss – bis zur sich anbahnenden Katastrophe - nicht aus der Hand legen. Der Berliner Jung-Autor Victor Witte holt ein bisschen "American Psycho" nach Zehlendorf. "
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Victor Witte ist im Berliner Umland aufgewachsen. In seinem dort spielenden Debütroman "Hier bin ich" seziert er eine degenerierte Generation, der vor lauter Streben nach Status die Menschlichkeit abhanden gekommen ist.
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"Dramatisch wie oft der Autor einen wunden Punkt trifft. Man fühlt sich bei der Lektüre dieser Selbstbespiegelungen / = des Protagonisten/ so häufig selbst ertappt, dass man Witte nicht vorwerfen kann, er habe einen Generationenroman schreiben wollen. Es ist viel schlimmer: Man glaubt eine Autobiografie zu lesen. Etwas Echtes."
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"Dem Autoren Victor Witte ist eine kühle Charakterstudie gelungen, die den Leser verstört und nachdenklich zurücklässt. Keine leichte Lektüre, aber ein lesenswerter Roman, der kritisch einige Aspekte unserer gegenwärtigen, westlichen Gesellschaft reflektiert."
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