Aufzeichnungen aus einer brennenden Stadt
Am 24. Februar 2022 startet die russische Armee einen großangelegten Überfall auf die Ukraine. Schnell gerät die nah an der Grenze gelegene Millionenstadt Charkiw unter starken Beschuss. Hunderttausende Menschen fliehen. Der ukrainische Schriftsteller Sergej Gerassimow jedoch bleibt in der umkämpften Frontstadt. Bald schon fehlt es an sauberem Wasser, Essen und medizinischer Infrastruktur. Die Thermometer zeigen hohe Minusgrade, die Menschen frieren. Gerassimow beginnt über die Absurdität eines Alltags im Krieg zu schreiben. Das Ergebnis ist ein aufwühlendes Zeitzeugnis, ein Appell zum Frieden und zur Verständigung.
Sergej Gerassimow
Sergej Wladimirowitsch Gerassimow wurde 1964 in Charkiw in der Ukraine geboren. In den frühen Neunzigerjahren studierte er in seiner Heimatstadt Psychologie. Er ist Verfasser mehrerer Lehrbücher und Romane, außerdem übersetzt er Gedichte. Gerassimow und seine Frau leben im Zentrum von Charkiw in einer Wohnung im dritten Stock eines Hochhauses. Dort schreibt er seine Eindrücke über den Krieg nieder.
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Er hat die Sinneseindrücke, die der Krieg hinterlässt, ebenso wie kleine Szenen in der belagerten Großstadt großartig fest gehalten.
Gerhard Gnauck ()
Sergej Gerassimows „Feuerpanorama“ wird in der Lektüre zum aufwühlenden Zeitzeugnis, weil die Form des Tagebuchs nicht das große Ganze überblicken will, sondern aus der Schilderung des unmittelbaren Kriegsalltags heraus einen allgemeinen Appell zur Verständigung zu formulieren versucht.
Marielle Kreienborg ()
Die Texte sind schnell verfasst, knapp, konkret, detailliert. Sie beginnen unvermittelt und ziehen durch ihr Präsens in den Augenblick. Gerassimows Intelligenz zeigt sich in der Montage von Berichten, Beobachtungen, Anekdoten, Gedanken, Erzählungen anderer, Internetrecherchen, Erinnerungen an andere Zeiten, andere Russen.
Jörg Plath ()
Ein dunkel schillerndes Panorama, ein aus Beschreibungen, Reflexionen und Erinnerungen bestehendes Tableau.
Gerrit Bartels ()
Gerassimow versucht festzuhalten, was schnell vergessen wird: Details, Gespräche, Beobachtungen, scheinbar Nebensächliches, das aber besser als hundert Leitartikel fassbar macht, wie der Krieg das Leben auf den Kopf stellt. (...) Das Tagebuch wird die Zeiten in jedem Fall überdauern. Ein Dokument des Schreckens und ein Dokument des ukrainischen Mutes und des Widerstandes.
Ulrich Hufen ()
Ein beeindruckendes Zeitzeugnis.
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Die detaillierten Beobachtungen über den Alltag in Charkiw während der ersten Kriegsmonate machen das Tagebuch als Augenzeugenbericht so wertvoll. Es ist schon jetzt ein Dokument der Zeitgeschichte.
Aschot Manutscharian ()
Er hält aus und beschreibt seinen Alltag vom ersten Kriegstag an. Situationen, die wir Friedensmenschen uns kaum vorstellen können.
Agelika Boese ()
Ein aufwühlendes Zeitzeugnis, ein Appell zum Frieden und zur Verständigung.
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Der ukrainische Schriftsteller Sergeij Gerassimow hat mit ›Feuerpanorama‹ ein eindrückliches Kriegstagebuch geschrieben.
Gerrit Bartels ()