Gebäude lassen sich abtragen und neu aufbauen, Erinnerungen nicht
Jan und seine Eltern sprechen nicht viel über das Heute und erst recht nicht über das Gestern. Erst als Herr Kern auftaucht, kommt das fragile Gleichgewicht der Familie ins Wanken: Welche Beziehung führte Jans Mutter mit dem Vater von Herrn Kern? Und was haben die Kerns mit der Kunst von Georg Baselitz zu tun? Immer weiter arbeitet sich Jan durch das Schweigen mehrerer Generationen, taucht ein in die Geschichte der Baselitz-Brüder, die Geschichte seiner Eltern und begreift, dass die Gegenwart nicht nur aus der eigenen Vergangenheit besteht.
Behutsam und voller Empathie zeichnet Lukas Rietzschel ein eindrückliches Bild von Menschen, die durch große gesellschaftliche und politische Veränderungen geprägt sind -- und von Verletzungen, die sich durch Generationen hindurchziehen und scheinbar nie verheilen.
Lukas Rietzschel
Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen. Schon sein Debütroman ›Mit der Faust in die Welt schlagen‹ (2018) war ein Bestseller, der für das Kino verfilmt wurde. 2021 erschien der zweite Roman ›Raumfahrer‹. Lukas Rietzschels Romane und Theaterstücke wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sächsischen Literaturpreis, dem Literaturpreis Text & Sprache, dem Stahl-Literaturpreis und dem Rheingau Literatur Preis 2026. Sein Roman ›Sanditz‹ ist ein Bestseller, nominiert für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2026.
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Rietzschel ist derzeit eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.
Kevin Hanschke ()
Dieser Roman über die Lausitz verzahnt Nachwende- und Nachkriegszeit. Formstark.
Marc Reichwein ()
Lukas Rietzschel stellt die bisherigen Klischees auf den Kopf, dass man meinen könnte, die deutsche Geschichte sei bisher noch gar nicht geschrieben worden.
Torsten Unger ()
Kaum ein Autor schreibt derzeit empathischer über Männlichkeit.
Miriam Zeh ()
Lukas Rietzschel gilt nicht nur als wichtige Stimme einer ganz jungen Generation von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, sondern auch als Experte für Ostdeutschland.
Matthias Schürmann ()
Der Roman ›Raumfahrer‹ ist feine, große Literatur.
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Lukas Rietzschel schreibt szenisch kondensiert, ihm genügen wenige Sätze, um Stimmungen und Figuren zu zeichnen, manche Kapitel sind kaum mehr als Vignetten.
Marc Reichwein ()
Rietzschel gelingt eine komplexe Familiengeschichte vor dem Hintergrund der deutschen Teilung, es ist eine vielschichtige Story.
Matthias Schmidt ()
Ein sehr lakonischer und nachdenklich stimmender Roman.
Gerárd Otremba ()
Mit seinem zweiten Roman etabliert sich Lukas Rietzschel eindrucksvoll als ostdeutsche Stimme der nächsten Generation.
Welf Grombacher ()
Der junge Autor Lukas Rietzschel horcht an den Gemütszuständen der Wende-Verlierer, beschreibt Atmosphären nüchtern und genau.
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Die Erzählkunst zeigt sich darin, dass hier so vieles in der Schwebe bleibt, auch stilistisch und formal.
Thomas Groß ()
Es ist ein Glück, dass es mit Lukas Rietzschel einen begnadeten Autor gibt, der diese Fragen stellt.
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Lukas Rietzschel taucht in seinem zweiten Roman ›Raumfahrer‹ erneut in spannende ostdeutsche Lebenswelten.
Oliver Pfohlmann ()
Mit seinen Widersprüchen und seiner Orientierungslosigkeit erinnert dieser Vater seinen Sohn an die Figuren in den Gemälden Georg Baselitz', auf dem Kopf stehend, haltlos im Nichts treibend.
Oliver Pfohlmann ()
Mit dem Roman ›Raumfahrer‹ schlüsselt Rietzschel ein ostdeutsches Lebensgefühl auf.
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Ein ehrliches, wichtiges Buch über das Land, in dem wir leben.
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Lukas Rietzschel (27) gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen aus dem Osten Deutschlands.
Roland Mischke ()
Ein Roman, der sicherlich hohe Wellen schlagen wird.
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In »Raumfahrer« wird völlig ohne Kommissare oder irreale Elemente und allein durch die Dramaturgie eine Spannung aufgebaut, die so manchen Thriller hinter sich lässt [...].
Christa Nebenführ ()
Wie Lukas Rietzschel erzählerisch das Fernglas auf die Nahvergangenheit richtet, ist ein vitales Stück Literatur.
Christian Eger ()
In kurzen hingetupften Sätzen, prägnant, voller Spannung, mit Rhythmus und starken Bildern verknüpft Lukas Rietzschel das Schicksal der Generationen dieses Landes.
Johannes Nichelmann ()
›Raumfahrer‹ ist sowohl komplexes Familiendrama als auch authentische Milieustudie des erst unglücklich geteilten, dann unglücklich wiedervereinigten deutschen Ostens. Groß erzählt - Lesetipp!
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Das große literarische Potenzial und die eigene Stimme des jungen Autoren, der in Görlitz lebt, sind nicht zu überlesen.
Sarah Brasack ()
Es gehört zu Rietzschels sparsamer Erzählweise, vieles nur anzudeuten und die Einzelheiten hart nebeneinander stehen zu lassen. Er schreibt in kurzen, stakkatohaft hingetupften Sätzen. Das macht den Reiz dieses spröden Romans aus.
Jörg Magenau ()
Vor allem aber brennen sich die Worte ein, die er findet, um die Gemälde von Georg Baselitz zu beschreiben: Sie machen ein Verlorengehen in der Geschichte fühlbar.
Buch der Woche ()
Ein spannendes, bewegendes Werk über die Folgen der DDR, die sich durch die Lebensgeschichten der Generationen wie Erbgut ziehen.
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Mit seinem Roman ›Raumfahrer‹ landet Lukas Rietzschel jetzt den zweiten großen Streich.
Welf Grombacher ()
Liebe, Krimi, Kunst und die Brüche der jüngeren deutschen Geschichte, all das verbindet der neue Roman von Lukas Rietzschel spannend und provokant zugleich.
Karin Grossmann ()
Dieser vielleicht finstere, aber auf jeden Fall frische Blick auf Vergangenheit und Gegenwart macht diesen Roman lesenswert.
Matthias Schümann ()