Felicia kehrt endlich mit ihrem Sohn auf die tropische Insel zurück, die sie als Kind verlassen musste - doch eine Tragödie erschüttert das Paradies.
Von der dunklen Schönheit der Gewürzinseln
Eine alte Gewürzplantage auf einer indonesischen Insel, die wispernde und raschelnde tropische Pflanzenwelt, das geheimnisvolle Säuseln des Meeres – dieses paradiesische Fleckchen Erde muss Felicia als Kind verlassen. Doch niemals wird sie die Worte ihrer Großmutter, der Plantagenbesitzerin, vergessen, die ihr zum Abschied sagt: »Auf Wiedersehen, Enkeltochter, ich warte hier auf dich.« – Jahre später kehrt Felicia, inzwischen Mutter eines kleinen Sohnes, in den »Kleinen Garten« zurück: Auch Himpies wächst unbeschwert heran, streift über die Plantage und lauscht den Geschichten der einheimischen Dienstboten, bis sich eines Tages eine Tragödie ereignet. In ihrem Roman beschwört Maria Dermoût eine exotische Welt, in der die zeitlichen Grenzen aufgehoben sind, die Vergangenheit so mächtig ist wie die Gegenwart, die Toten kommen und gehen und kleine Objekte große Geschichten erzählen. Ein traumverlorener Blick auf ein weit entferntes, exotisches Land, auf eine längst untergegangene Welt – Wehklage und Ode auf das Leben zugleich.
Maria Dermoût
Helena Anthonia Maria Elisabeth Dermoût-Ingerman (1888-1962) wurde auf einer javanischen Zuckerplantage geboren, absolvierte ihre Schulausbildung jedoch in den Niederlanden. Mit ihrem Mann, einem Juristen, kehrte sie nach Niederländisch-Indien zurück und lebte 30 Jahre lang in »jeder Stadt und jeder Wildnis auf Java, Celebes und den Molukken«, wie sie später schrieb. 1951, im Alter von 63 Jahren, veröffentlichte sie ihre Erinnerungen unter dem Titel ›Erst gestern noch‹. Ihr vielgerühmter Roman ›Die zehntausend Dinge‹ erschien 1955. Daneben verfasste sie fünf Bände mit Erzählungen. In der niederländischen Gegenwartsliteratur ist Maria Dermoût eine Ausnahmeerscheinung. Gleich nach Erscheinen des Buches 1955 wurden ›Die zehntausend Dinge‹ dank dem Zauber, den der Text verströmt, als einzigartig wahrgenommen. In englischer Übersetzung erschien das Buch erstmals 1958 bei Simon & Schuster. Dem ›Time Magazine‹ galt der Roman als einer der besten des Jahres, neben Boris Pasternaks ›Doktor Schiwago‹, Truman Capotes ›Frühstück bei Tiffany‹ und Vladimir Nabokovs ›Lolita‹.
Ambon Entschleunigung Familiengeschichte Gewürzinseln Gewürzplantage Historischer Roman Indonesien Kolonialzeit Neuübersetzung niederländische Kolonien niederländische Literatur Niederländisch-Ostindien Tropen Weltliteratur Molukken
»In tropischer Farbenpracht: Erinnerungen an ihre Zeit auf Java hat Maria Dermoût in ihrem Roman ›Die zehntausend Dinge‹ in eine wunderschöne Sprache gebracht. «
Neues Deutschland 13.10.2016
()
»Ein Stern am Literaturhimmel«
Frank Dietschreit, RBB kulturradio 14.10.2016
()
»Es ist wunderschön geschrieben.«
Buchhändlerin Elisabeth Windfelder, ARD Kaffee oder Tee 18.10.2016
()
»Es ist ein sehr gutes Buch.«
Stefan Mesch, SWR 2, Forum Buch 16.10.2016
()
»Noch eine schöne Wiederentdeckung einer der wichtigsten Autorinnen aus dem niederländischen Sprachraum (...).«
Jochen Kürten, Deutsche Welle 18.10.2016
()
»Definitiv ein Meisterwerk.«
Brigitte Woman 01.01.2017
()
»Was für eine großartige Wiederentdeckung!«
Heide Koller-Duwe, Stader Tageblatt 10.12.2016
()
»Ein exotischer Roman für Liebhaber des entschleunigten Lebens.«
Wiener Zeitung 28./29.01.2017
()
»Die sprachlichen Besonderheiten unterstreichen das facettenreiche Leseerlebnis und eröffnen Räume für das eigene Träumen und Denken, ganz über kulturelle Grenzen hinweg.«
Sebastian Engelmann, literaturkritik.de 27.03.2017
()
»Absolut empfehlenswert!«
Ilse Hübner, bn Bibliotheksnachrichten Januar-März 2017
()
»Der exotische Zauber der Umgebung und die Erdverbundenheit der Figuren, festgehalten in alle Sinne ansprechenden, zeitlos wirkenden Beschreibungen von Land und Leuten, verleihen dem Roman auch heutzutage noch berückende Eindringlichkeit.«
S. Gabriel, sandammeer.at 05/2017
()