Unheilvolles Business der Barmherzigkeit
17 Jahre war der deutsche Diplomat Volker Seitz auf Posten in verschiedenen Ländern Afrikas. Überall konnte er beobachten, wie wenig zielführend die praktizierte Entwicklungshilfe ist, wie wenig Hilfe zur Selbsthilfe sie bietet. Warum läuft sie ins Leere? Weil die korrupten Eliten und Regierungschefs ihre Macht missbrauchen und die reichlich fließenden Mittel verschwenden bzw. in ihre eigene Tasche stecken können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.
Volker Seitz plädiert dafür, den Aufbau eines kompetenten, unbestechlichen, den Interessen der Bevölkerung dienenden Staatsapparats zu unterstützen, statt eine Helferindustrie mit bürokratischen, intransparenten Strukturen aufrechtzuerhalten, an der die Falschen gut verdienen.
Volker Seitz
Volker Seitz, Jahrgang 1943, war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das Auswärtige Amt tätig, unter anderem bei der EU in Brüssel und in mehreren Ländern Afrikas. Von 2004 bis 2008 war er Leiter der Botschaft in Jaunde/Kamerun. Er gehört zum Initiativkreis des »Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe« und ist aufgrund seiner Expertise ein gefragter Vortragsredner.
Afrika Botschafter Entwicklungshilfe Entwicklungspolitik Helferindustrie Helferorganisationen Herrschaftscliquen Hilfe zur Selbsthilfe Korruption Machtmissbrauch Spendengelder
Die Kapitel und Unterkapitel ergeben eine Kette, bei der jedes Glied Appetit auf das folgende macht. [...] Ich habe das Buch mit großem Gewinn gelesen und empfehle es einer breiten Öffentlichkeit.
Gunter Weißgerber ()
Mit Blick auf die Bekämpfung von Fluchtursachen in Afrika ist deutschen Politikern dieses faktenreiche Buch zur Lektüre dringend empfohlen.
Hans-Dieter Weßbecher ()
Seitz' Buch ist eine hervorragende Analyse der Gebrechen der Entwicklungshilfe. [...] Das Buch, dessen erste Fassung 2009 erschien, aber umfassend aktualisiert und erweitert wurde, gehört in die Hand einer jeden Person, die irgendwie mit Entwicklungshilfe zu tun hat.
Wolfgang Kaufmann ()
Volker Seitz [...] ist ein intimer Kenner des Kontinents. In seiner Streitschrift ›Afrika wird armregiert‹, die jetzt aktualisiert und erweitert vorliegt, legt er eine faktenreiche Analyse vor.
Philip Plickert ()
Volker Seitz macht kritisch, faktenreich und anhand vieler Beispiele deutlich, woran es Afrika und der westlichen Politik gebricht.
Ullrich Riedler ()
Ein interessantes Resümee der Entwicklungspolitik angesichts der Migrationsdebatte.
Martin Westholt ()