Schwestern können schrecklich sein, Cousinen aber unerträglich: die magisch-melancholische Geschichte einer heranreifenden weiblichen Identität.
Ein Sommer auf dem Land irgendwo im Nordwesten Spaniens. Damit sie Abstand vom Tod der älteren Schwester gewinnt, schicken die Eltern die 15jährige Natalia zu ihrer gleichaltrigen Cousine Irlanda und den Cousins auf das langsam verfallende Gut der Großeltern. Aber der Geist der toten Schwester, Selbstzweifel und Ängste lassen Natalia keine Ruhe, die Tage und Nächte werden zur Tortur.
Nicht ganz unschuldig daran ist letztlich auch die ach so perfekte und sinnliche Irlanda, ein wahres Biest, die Natalia mit ihren Señorita-Allüren zur Weißglut treibt. Eifersucht bestimmt ihr Verhältnis in diesen Sommerwochen, zumal, wie bei allen Heranwachsenden, die Cousinen auch um die Aufmerksamkeit der Jungen buhlen. Als Irlanda die zarten Bande zwischen Natalia und Gabriel zerstört, steigt der Haß Natalias auf die schöne, durchtriebene Rivalin ins Unermeßliche. Sie sinnt auf Rache ...
Espido Freire
(María Laura) Espido Freire, geboren am16. Juli 1974 in Bilbao, gilt in Spanien als eine der meistversprechenden literarischen Neuentdeckungen der letzten Jahre. Studium der Anglistik an der Universität Deusto. Sie schreibt für ›El País‹, ›La Razón‹ und die Literaturzeitschrift ›Leer‹. ›Die Cousine‹ (span. ›Irlanda‹, 1998) ist ihr erster Roman. Ihr dritter Roman (›Melocotones helados‹) hat 1999 den höchstdotierten Literaturpreis Spaniens, den Premio Planeta, erhalten.