»Ein Buch wie ein schwarzer Diamant«
Robert Lowell
›Der Mann, der seine Kinder liebte‹, ein Familiendrama von geradezu epischen Ausmaßen, das in Washington und in Baltimore spielt, zählt zu den wirklichen Klassikern unseres Jahrhunderts.
Henrietta Pollit, das Mädchen aus der besseren Gesellschaft, fühlt sich nach etlichen Schwangerschaften und ausufernden Alltagsarbeiten vorzeitig gealtert und von ihrer Ehe enttäuscht. Sam, ihr Mann, ist in seiner weltfremden, ehrgeizdurchtränkten Selbstverliebtheit völlig unfähig, auf seine Frau einzugehen. Auch eine Liebschaft hilft Henny nicht über ihr Los hinweg, und so wird aus dem Ehe-Drama am Ende eine offene Auseinandersetzung. Henny und Sam kommunizieren nurmehr über ihre Kinder, die wie atemlos zwischen den verschiedenen Welten ihrer Eltern hin- und hergeworfen werden.
»Wenn man das Buch aus der Hand legt, ist es, als hätte man nicht nur die so dicht empfundene, überbordende Welt der Pollits und Collyers verlassen, sondern auch die eigene Kindheit.«
Doris Lessing
Christina Stead
Christina Stead wurde 1902 in Sydney geboren. Mit 26 ging sie nach England und lernte den Banker William Blech kennen. Nach einer Odyssee quer durch Europa landeten beide schließlich in Amerika. 1947 kehrten Stead und Blech, jetzt Blake, nach Europa zurück. Erst 1965 wurden Christina Steads Romane in Australien verlegt, wo sie auch zahlreiche Preise und Stipendien erhielt. Nach dem Tode Blakes kehrte sie, 67-jährig, erstmals in die Heimat zurück und starb dort 1983.