Mama ist gestorben.« Der Ich-Erzähler fährt nach Frankfurt, um die Begräbnisformalitäten zu regeln - und stößt auf fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Seine Mutter war Jüdin, der schon vor Jahren verstorbene Vater Christ und ihre Liebe zueinander stärker als die Macht der Nationalsozialisten. Die Mutter hat den Faschis-mus überlebt. Nun verhindern religiöse Gesetze, daß sie neben ihrem Mann nach ihrem Glauben auf dem christlichen Friedhof beigesetzt wird. Erst nach vier turbulenten Tagen und intensiven Auseinandersetzungen mit der eigenen Geschichte wird das Problem gelöst ...
Lothar Schöne
Lothar Schöne, geboren 1949 in Herrnhut/Sachsen, war nach Studium und Promotion Collegelehrer, dann Feuilletonredakteur in Mainz. Sein Werk umfaßt Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Essays und Filmdrehbücher. Er erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Offenbacher Literaturpreis 1997. Schöne lebt in der Nähe von Wiesbaden.