Musikalische Utopien zwischen historischer Verheißung und unruhiger Gegenwart
Was heißt »Utopie« in der Musik – und gibt es sie überhaupt? Der Band geht dieser Frage nicht mit dem Anspruch einer Definition nach, sondern umreißt das Utopische in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen: als philosophische Denkfigur, politisches Versprechen, soziale Imagination und ästhetische Praxis. Musikalische Utopien erweisen sich dabei weniger als stabile Entwürfe denn als prekäre, oft widersprüchliche Konstellationen. Die Beiträge des Bandes spannen einen Bogen von ideengeschichtlichen Perspektiven über historische Kontexte bis zu klangutopischen Entwürfen des 20. Jahrhunderts und ihren Transformationen in Literatur, Populärkultur und Medien. Utopie erscheint hier nicht als feststehender Begriff, sondern als offenes Feld zwischen Vision, Kritik und ästhetischer Erfahrung.
Nina Noeske
Nina Noeske: Studium in Bonn, Weimar und Jena, Magisterabschluss 2001, Promotion 2005 in Weimar, Habilitation 2014 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Berufliche Stationen: 2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik in Weimar, 2007–2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum Musik und Gender (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), 2012 Vertretungsprofessuren in Hannover (HMTM) und Hamburg (Hochschule für Musik und Theater), 2012–2014 Assistenzprofessorin für Musikwissenschaft an der Universität Salzburg. 2014-2022 Professorin für Musikwissenschaft an der HfMT Hamburg, seit Oktober 2022 Professorin für Musikwissenschaft an der HfM „Franz Liszt“ Weimar. 2024 Zuwahl als Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.
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