Fragen der Gesundheit werden - vor allem wegen der steigenden Kosten im Bereich des Gesundheitswesens - von der Politik in letzter Zeit verstärkt aufgegriffen. Das betriebliche Gesundheitsmanagement hingegen wird in der Öffentlichkeit weitgehend vernachlässigt, obwohl arbeitsbedingte Erkrankungen nicht nur gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Mitarbeiter bedeuten, sondern zudem einen erheblichen Kostenfaktor für das Unternehmen darstellen.
Eberhard Ulich und Marc Wülser beschreiben zunächst die durch Fehlbeanspruchungen und Krankheiten entstehenden Kosten und zeigen danach die wesentlichen Bestimmungsmerkmale des betrieblichen Gesundheitsmanagements auf. Gesundheitsfördernde und -gefährdende Aspekte der Arbeit werden anhand verschiedener arbeitswissenschaftlicher Modelle dargestellt, geeignete Instrumente und Methoden zur langfristigen Einbettung des Themas Gesundheit in den betrieblichen Alltag werden vorgestellt. Best-Practice-Beispiele helfen bei der Umsetzung.
Das Buch richtet sich vor allem an Entscheidungsträger in Betrieben, Human-Resources-Verantwortliche und Produktionsleiter sowie an Studierende und Dozenten der Arbeits-, Betriebs- und Gesundheitswissenschaften.
Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Ulich ist Partner des Instituts für Arbeitsforschung und Organisationsberatung (iafob) in Zürich, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Netzwerks für Partnerschaftliche Unternehmenskultur und betriebliche Gesundheitspolitik (Enterprise for Health) sowie Präsident des Stiftungsrats der Stiftung Arbeitsforschung.
Marc Wülser ist Mitarbeiter am iafob, wiss. Mitarbeiter der Stiftung Arbeitsforschung sowie freier Mitarbeiter und Kursleiter bei PraxisLinkaop in Bern.
Geleitwort Dem betrieblichen Gesundheitsmanagement kommt trotz breiter Diskussion in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen, unverminder tem Kostendruck in Unternehmungen und Betrieben der öffentli chen Verwaltung sowie eindeutiger und überzeugender Ergebnisse aus gross angelegten Studien noch nicht der gebührende Stellenwert zu. Die Gründe sind u. a. darin zu suchen, dass das Thema Gesund heit in den Verantwortungsbereich des Individuums abgeschoben wird, dass entsprechende Aufgaben den dafür zuständigen staatli chen Institutionen zugewiesen oder dass die aus entsprechenden Projekten oder Massnahrnenplänen resultierende Nutzenstiftung für die Unternehmung und die Mitarbeitenden nicht eingesehen werden. Die Arbeitswissenschaft und die Arbeitspsychologie haben schon früh Konzepte erarbeitet, welche mit Erfolg in der industriellen Fer tigung eingesetzt werden. In den Dienstleistungsbetrieben ist die physische Beanspruchung der Mitarbeitenden naturgemäss weniger ausgeprägt. Dies führte dazu, dass dem betrieblichen Gesundheits management eine geringe Aufmerksamkeit entgegengebracht wur de. Damit fehlen entsprechende Projekte noch weitgehend. Auch in der Betriebswirtschafts-und Organisationslehre sind fundierte An sätze noch eher selten anzutreffen. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist aber heute sowohl in industriellen Betrieben als auch in Unternehmungen des Dienstleis tungssektors von hoher Bedeutung. Dies hängt vor allem mit den folgenden Faktoren zusammen: • Die Anforderungen an die Mitarbeitenden nehmen ständig und nachhaltig zu. • In der Forschung sind die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Leistungserbringung weitgehend erkannt und belegt. • Die physische und psychische Gesundheit stellen zwingende Voraussetzungen für die Motivation und die Erfüllung der Leis tungserfordernisse dar. • Die Kosten für Ausfälle und Absenzen von Mitarbeitenden sind hoch und weisen einen zunehmenden Trend auf.
Neueste Erkenntnisse zum Wettbewerbsfaktor Gesundheitsmanagement - mit zahlreichen Praxisbeispielen
Gesundheit wird im Unternehmen zunehmend zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor.
Eberhard Ulich und Marc Wülser beschreiben zunächst die durch Fehlbeanspruchungen und Krankheiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehenden Kosten und zeigen danach die wesentlichen Bestimmungsmerkmale des betrieblichen Gesundheitsmanagements auf. Gesundheitsfördernde und -gefährdende Aspekte der Arbeit - wie z.B. Stress - werden anhand verschiedener arbeitswissenschaftlicher Modelle dargestellt, geeignete Instrumente und Methoden zur langfristigen Einbettung des Themas Gesundheit in den betrieblichen Alltag werden vorgestellt. Best-Practice-Beispiele helfen bei der Umsetzung.
Eberhard Ulich
Gesundheitsförderung Gesundheitsmanagement SGO Unternehmensführung
"[...] ein Grundlagenwerk zum Betrieblichen Gesunheitsmanagement [...] das beste Handbuch im deutschsprachigen Raum [...] erschienen in einem der renommiertesten Wirtschaftsverlage." hr-info, 08.04.2005
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