Zum Werk:
Kontinuierliche Strompreissteigerungen haben in den letzten Jahren Zweifel an der wettbewerblichen Funktionsweise der Stromm�rkte geweckt. Aus Politik und Gesellschaft ist dabei die Forderung laut geworden, den Wettbewerb im Stromsektor durch Entflechtungsma�nahmen neu zu beleben. Im Rahmen der 8. GWB-Novelle hat der Gesetzgeber diese �berlegungen aufgegriffen und in � 41a des Referentenentwurfs ein neuartiges Entflechtungsinstrument aufgenommen.
Vor diesem Hintergrund weist das vorliegende Werk nach, dass die besagte Entflechtungsregelung zwar zul�ssig ist, aber im Stromsektor nicht angewendet werden sollte. Das Werk beschreibt die kartellrechtliche Wahrnehmung der energiewirtschaftlichen Wertsch�pfungsprozesse und identifiziert die Schw�chen der geltenden Kartellrechtsordnung. Unter Auswertung der aktuellen Rechtsprechung und des Meinungsstands in der Literatur werden insbesondere die Annahmen des Bundeskartellamts zur Marktbeherrschung im Stromsektor kritisch hinterfragt.
Die Legitimit�t und Reichweite struktureller Ma�nahmen im GWB bestimmt die Untersuchung anhand einer umfassenden wettbewerbspolitischen, �konomischen, verfassungs- und europarechtlichen Analyse der Entflechtungsvorschrift. Die Pr�fung des Entflechtungstatbestands auf dem Erstabsatzmarkt f�r Strom zeigt schlie�lich deutlich, dass nach der Energiewende keiner der gro�en Stromerzeuger mehr die Entflechtungsvoraussetzungen erf�llt.
Zielgruppe:
F�r Rechtsanw�lte, Richter, Ministerien und Kartellbeh�rden, Verb�nde und Forschungseinrichtungen.
Tilmann M. Schreiber
Energierecht Energiesektor Kartellrecht