Das politische Projekt, die Europäische Union auf ein mit dem Wort "Verfassung" bezeichnetes Dokument zu gründen, ist vorerst gescheitert. Gleichwohl firmiert die zweite, vollständig aktualisierte und erweiterte Auflage dieses Werkes Lehrbuchs weiter als "Principles of European Constitutional Law". Diesem Titel liegt ein rechtswissenschaftlicher, nicht ein positivrechtlicher Begriff des Europäischen Verfassungsrechts zugrunde, wie es sich gegenwärtig und in Folge des Lissabonner Reformvertrags darstellt. De Gründungsverträge begründen der Europäischen Union Hoheitsgewalt, statuieren eine Normenhierarchie und legitimieren Rechtsakte, sie schaffen eine Bürgerschaft und gewähren Grundrechte, regeln das Verhältnis von Rechtsordnungen, von Hoheitsgewalt und Wirtschaft, von Recht und Politik. Die einzelnen Beiträge zeigen detailliert auf, wie mit einem verfassungsrechtlichen Ansatz dogmatische Fragen überzeugend beantwortet werden, das theoretische Verständnis des Unionsrechts gefördert und seine kritische Evaluierung ermöglicht wird.
'. . . should be mandatory reading for anyone who wants to get a holistic perspective of the academic debate on Europe's constitutional foundations. . . . '
Common Market Law Review
'. . .an enduring scholarly work, which gives an English-speaking audience important, and overdue, access to the long-standing and forever-vigorous traditions of (European) constitutional law . . . unhesitatingly recommend[ed].'
European Law Journal
'. . . real scholarship in the profound sense of the word . . .'
Koen Lenaerts, Leuven
Armin von Bogdandy ist Direktor am Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg.
Jürgen Bast ist Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg.
Für Verfassungsrechtler und Publizistik, Universitäten.
Die 1. Auflage ist erschienen bei Hart Publishing, Oxford
Armin Bogdandy