Bei der Würdigung der Persönlichkeit des Lebens, der Herrschaft und des politischen Handelns Ludwigs XIII. hat die Mehrheit seiner Biographen recht kontroverse Positionen bezogen. Deren divergierende Urteile sind nicht nur auf den schwierigen und schwer zugänglichen Charakter dieses französischen Königs, sondern auch auf das Faktum zurückzuführen, dass Leben und Werk seines Sohnes Ludwig XIV. (1643–1715) von den Historikern besser erforscht sind. Bei dieser Biographie handelt es sich nicht um eine reine Ereignisgeschichte, sondern um eine Untersuchung, in der das Leben und das Handeln dieses französischen Königs in den vielschichtigen Kontext der während seiner Herrschaft gegebenen politischen, sozialen, ökonomischen und mentalitätsgeschichtlichen Rahmenbedingungen eingeordnet und analysiert werden. Nur auf diese Weise kann Ludwig XIII. korrekt und angemessen positiv gewürdigt werden.
Klaus Malettke
Klaus Malettke (*1936) lehrte als Professor für Neuere Geschichte (Schwerpunkt Frühe Neuzeit) in Berlin (FU), Marburg (Philipps-Universität) und für ein Jahr an der Sorbonne in Paris. Er gilt als einer der führenden deutschen Experten für die frühneuzeitliche Geschichte Frankreichs.
Französische Geschichte Geschichte der internationalen Beziehungen Politik Institutionen Wirtschaft und Gesellschaft in Frankreich während der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts Mazarin Ministeriat Richelieus (1624–1642) Ludwig XIII.