Der Zweite Weltkrieg ist seit drei Jahren vorbei, als eine junge Frau in einem Auto vor dem Haus ihrer Eltern vorfährt. Ingo, fünf Jahre alt, erfährt, dass sie seine Mutter ist. Sie sieht bunter aus als die Frauen im Dorf, lacht anders, freier – doch als er fragt, ob sie ihn mitnimmt, wendet sie sich ab.
Erst Jahrzehnte später sucht Ingo nach ihr, will wissen, warum seine Mutter ihn verließ und wer sein Vater war – und stößt auf eine Geschichte, die ihn bis in die Ukraine führt.
„Warum fällt das Gras nicht um?“ ist die Geschichte einer verbotenen Liebe, eines Kindes, das zu früh auf sich gestellt war, und einer späten Annäherung zwischen Mutter und Sohn – eine Geschichte vom Verlieren und Wiederfinden.
Ein von der Mutter verlassenes Kind berührt. Der Lese wird wissen wollen, warum sie es getan hat und, wie das Kind seinen Weg durchs Leben geht.
Er lernt ein wenig bekanntes Kapitel deutscher Geschichte kennen, das Verbot der Liebe zwischen osteuropäischen Zwangsarbeitern und deutschen Frauen.
Das Buch ist traurig, hoffnungsvoll und spannend, die Sprache klar und poetisch.
Juliane Ratz-Breil
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