Rahmenlos, erzählt die Geschichte von zwei jungen Menschen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Und auch nicht unterschiedlicher mit den sozialen Ansprüchen der Gesellschaft an sie umgehen könnten. Während Kunststudentin Malea verbissen versucht, perfekt zu sein, lässt arbeitloser Graffitisprayer Juri die Zügel locker und tut jeden Tag einfach nur, was er will. Er schert sich nicht darum, was andere von ihm denken, und reitet sich somit in manche, verzwickte Situation mit zwielichten Gang, Gewalt und Drogenhandel. Sie lebt behütet in einer WG und alle mögen sie. Der Preis, den sie dafür bezahlt, ist jedoch die Freiheit, sich selbst zu sein.
Ihr Zusammentreffen gleicht zwei kollidierenden Welten. Doch vielleicht ist genau dies notwendig, um sie beide wieder in Gleichgewicht des Lebens zu bringen. Zurück in den Rahmen, und dennoch vielleicht ab und an einen Fuss etwas ausserhalb, um nicht davon eingeengt zu werden.
Wer ein Glückliches Leben führen will, muss eines verstehen: Das Leben ist ein Bildrerahmen, in das nicht alle Gemälde hininpassen.
Rahmenlos, erzählt eine Geschichte mit tiefer Botschaft auf besonders humorvolle Weise und zum Teil in Satzfragmenten. Es verstecken sich in den beinahe in Alltagssprache gehaltenen Kapiteln sehr viele Botschaften zwischen den Zeilen. Die Geschichte lässt persönlichen Interpretationsspielraum. Der Schluss lässt es jedem Leser frei, auf seine persönliche Lösung mit der Frage nach dem Anderssein zu kommen.
Sarina Gygi
Anderssein Kunst Strassenkunst Erwachsenwerden Psychische Probleme Alkohol und Drogen Gewalt Gesellschaftlicher Druck Kindheitsnostalgie Selbstmord Zwischenmenschliche Beziehungen Sinn des Lebens