Burg Möckmühl (Gegenwart)
Ein Toter im Burghof. Keine Zeugen. Keine eindeutigen Spuren. Nur ein seltsames Netz aus Beziehungen, die sich durch die Gemeinschaft der kleinen Stadt zieht - eng - toxisch - tödlich.
Was als Routineermittlung beginnt, wird schnell zur Abwärtsspirale für zwei junge Kriminalkommissarinnen. Die Ermittlungen laufen im Kreis. Werden die beiden Ortspolizisten zur Hilfe oder zum Bremsklotz? Im Wechselspiel von Macht und Ohnmacht, von Schweigen und Schuld, werden die Fakten analytisch und klug sortiert - von zwei interessanten Frauen, die eine eigene Geschichte zu bewältigen haben und einem Vorgesetzten, ihrem Staatsanwalt, der eigene Interessen verfolgt und sich haarscharf am legalen Rand bewegt. Das Ende überrascht.
Eine Kriminalgeschichte mit unglaublich realistischer Atmosphäre, bei der man geneigt ist, zu sagen: Es könnte überall sein.
Spannung - Information - Macht- und Ohnmachtsstrukturen zeigen sich - historischer Hintergrund Götz von Berlichingen - soziale Dysfunktionen werden erkennbar - realer Stadtplan-Abbildung - . Für Menschen mit Faible für moralisch komplexe Figuren und Verstrickungen - psychologisch verwobene Charakteren.
Perfekt für Leser:innen, die es mögen, wenn Täter, Opfer und Ermittler:innen nicht klar schwarz-weiß gezeichnet sind. Ebenso für Krimi-Fans mit Faible für dokumentarischen Stil, die gerne moderne True-Crime-Reports im Erzählfluss lesen.
Hoch interessant ist auch der historische Tatort. Die Burg Möckmühl gehörte zu den genutzten Burgen des Götz von Berlichingen, dem Ritter mit der Eisernen Hand, bekannt aus Goethes Drama mit dem deftigem Zitat.
Was als Routineermittlung beginnt, stößt schnell auf Wahrheiten, die nie ans Licht kommen sollten. Ein Mix aus Erzählung mit psychologischer Tiefenbohrung in ein System aus Schweigen, Schuld und sozialem Druck einer angeblich friedvollen Kleinstadt.
Ursula Kunisch
Ursula Kunisch lebt und schreibt in Möckmühl - einer historischen Stadt, die nicht nur Heimat, sondern nun auch literarischer Schauplatz ist. In ihrem Debütroman »IMPLICATO - Tödliche Verstrickung« verwebt sie ein fiktives Verbrechen mit realen Schauplätzen in dokumentaricher Genauigkeit.
Was ihre Texte auszeichnet, ist die Verbindung aus klarer Sprache, psychologischer Tiefe und detailgetreuer Recherche. Ihre Geschichten entstehen dort, wo andere nicht mehr hinsehen: in alten Akten, zwischen menschlichen Zwischentönen - und manchmal mitten im Alltag.
Mit Möckmühl findet erstmals ein Ort Eingang in ihre Literatur, der ihr besonders am Herzen liegt. Schon Götz von Berlichingen, der Ritter mit der eisernen Hand, hat hier seine Spuren hinterlassen.
Historischer Schauplatz psychologisch realitätsnaher Kriminalroman eng, toxisch, tödlich True-Crime-Format Sozialer Druck einer Kleinstadt Nähe von Wahrheit und Fiktion Wie aus Verstrickung ein Verbrechen wird Wie weit Menschen gehen, um sich zu schützen Macht und Ohnmacht Auf den Spuren der Geheimnisse