Dorfkommissarin Mary wird jäh aus ihrem ruhigen Job gerissen, als eine Babyleiche aus dem Altwasser des Rhein-Main-Donaukanals geborgen wird. Als die Presse davon Wind bekommt, ist es vorbei mit der idyllischen Ruhe in der kleinen Gemeinde Essing im unteren Altmühltal. Außerdem brodelt die Gerüchteküche. Mary und ihr Partner Polizeimeister Markus Bärnreuther, wegen seiner Leibesfülle und seiner Behäbigkeit von allen nur »Bär« genannt, merken bald, dass sie der Fall überfordert.
Aber das ist noch nicht alles: Zur Unterstützung bekommt Mary einen Kriminalhauptkommissar aus Landshut vor die Nase gesetzt, den sie nur allzu gut aus vergangenen Zeiten kennt: Es ist kein geringerer als Toni Weidinger, ihr Ex-Freund. Diensteifrig, eine Spur arrogant, zugleich aber charmant und gutaussehend bringt er Marys Gefühlswelt und unkonventionelle Ermittlungsmethoden gehörig durcheinander. Außerdem taucht auch noch ihre exzentrische und ungeliebte Schwester Ulli, von Beruf Mode-Scout und eine blonde Schönheit, bei ihr auf. Und dann macht der schrullige und bei Mary lebende Opa, der eigentlich der Vater ihres verstorbenen ersten Gatten Martin ist, das Chaos mit seinen Aktionen perfekt. Jetzt ist sich Mary sicher: Sie steckt tief im Mordsdilemma.
In Bayernhymne erlebt man urige Figuren, idyllische Landschaft, humorvolle Szenen, spannende Unterhaltung und typische regionale Gepflogenheiten. All dies gibt es wirklich. Auch die Geschichte um das tote Baby beruht auf einer wahren Begebenheit. Tatsächlich wurde im August 2000 ein totes Mädchen, das erst ein paar Tage alt war, von einem Angler aus dem Rhein-Main-Donaukanal geborgen. Leider konnten ihre Mutter und die Todesumstände nie geklärt werden. Bayernhymne ist eine viktive Geschichte, die auf leichte Art und Weise, aber mit gebührenden Respekt versucht, dem Kind Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
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