Fotografien, Momente jeder Realität, eingefangen und gebannt auf fotografischen Platten, halten für einen Augenblick alle Ewigkeiten unveränderlich fest. Sprache der Bilder, des Haptischen und dennoch nicht Greifbaren, eine Anderswelt in Mannigfaltigkeiten , vielleicht sogar viele Welten, die sich in Fotografien finden. Gegnstände des Alltäglichen, unbeachtet und nebensächlich, haben Eigenschaften, unter unendlich vielen Perspektiven erscheinen zu können. Fotografische Betrachter, subjektiven Perspektiven immer und überall verfallen, bilden das ab, was sich erschließt. Jeder Moment ist Stunde des Gegenstandes im Zentrum des fotografischen Universums. Jeder Gegenstand tritt in einen Dialog, ersehnt seine Verbannung in die Ewigkeit, auch wenn er im Original nicht mehr sein wird.
Anregung zum Nachdenken beim Betrachten einer, vielleicht banal erscheinenden Umgebung, welche in Fotografien ihre vielfältigen Facetten entfaltet.
Burkard Neumayer
Geboren 1956 in Würzburg. Studium der Mathematik und Philosophie mit den Nebenfächern Astrophysik und Pädagogik. Von 1988 bis 2022 Professur in Stuttgart. Künstlerische Fotografie und abstrakte Malerei. Ausstellungen und provokative Bildbände mit Text.
Momente der Realität Sprache der Bilder Bijektive Abbildung von Realität Gegenstände des Alltäglichen Banalität in Gegenständen Subjektive Perspektiven Konfrontation mit Realität Stunde des Gegenstands