Das Gegenwartstheater klingt, tönt, musiziert. Musik stellt einen essentiellen Teil von aktuellen Theaterabenden dar, und doch besteht ein Defizit an Wahrnehmung dieser künstlerischen Praxis, die im deutschsprachigen Raum ungefähr seit den 2000er Jahren beobachtet werden kann. Dieses Buch widmet sich dem ,Live-Theatermusicking' aus praxeologischer Perspektive. Besonderes Augenmerk liegt auf den korporealen Prozessen, die beim Ausüben des Musizierens in den Körpern vonstattengehen. Diese nehmen erheblichen Einfluss auf die performativ hervorgebrachten Identitäten der personae auf der Bühne.
Das Gegenwartstheater klingt, tönt, musiziert. Musik stellt einen kaum mehr wegzudenkenden Teil von aktuellen Schauspielproduktionen dar, und doch besteht ein erhebliches Defizit an künstlerischer, akademischer wie auch journalistischer Wahrnehmung, Reflexion und Würdigung dieser ästhetischen und praktischen Entwicklung, die circa seit der Jahrtausendwende insbesondere im deutschsprachigen Raum beobachtet werden kann. Vorliegende Arbeit widmet sich dem ,Live-Theatermusicking' aus praxeologischer Perspektive. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den korporealen Prozessen, die beim Ausüben der künstlerischen Praxis in den Darsteller:innenkörpern vonstattengehen. Diese nehmen, so die These der Studie, entscheidenden Einfluss auf die performativ hervorgebrachten Identitäten der personae auf der Bühne, die sich dabei in vielfältigen liminalen Zwischenräumen artikulieren.
Erste Monographie zur aktuellen künstlerischen Praxis des Theatermusizierens
Tamara Quick
Theatermusik Probenethnografie Music as performance