Es diente als Truppenunterkunft auf den Falklandinseln, »Hotel« für VW-Beschäftigte in Emden, Gefängnis im East River und Bleibe für Ölarbeiter in Nigeria: der schlichte Frachtkahn im Zentrum dieses Buchs. Mit modularen Containern ausgestattet – dem Inbegriff standardisierter Weltwirtschaft – wurde er zu dem, was der Markt gerade verlangte.
Dem Historiker Ian Kumekawa gelingt das Kunststück, anhand der Stationen eines einzigen Schiffs die großen ökonomischen und politischen Umbrüche der letzten fünf Jahrzehnte greifbar zu machen. Eine Phase, die geprägt ist von Ölboom und Privatisierung, Deregulierung der Finanzmärkte, Arbeitsplatzverlagerung in Billiglohnländer und Masseninhaftierung. In dieser Mikrogeschichte wird auf fesselnde Weise deutlich, dass hinter abstrakten Begriffen wie Offshoring und Globalisierung, Kapitalismus und Neoliberalismus immer sehr konkrete Menschen und ihre Schicksale stecken.
Eine fesselnde Geschichte der Weltwirtschaft der letzten 50 Jahre, erzählt durch die vielen Leben eines einzigen Schiffs
Für Leserinnen und Leser von Peter Frankopan, Thomas Piketty, Grégory Salle und Jürgen Osterhammel
Ian Kumekawa
IAN KUMEKAWA ist ein US-amerikanischer Historiker, der sich auf die Geschichte des ökonomischen Denkens und des globalen Kapitalismus im 19. und 20. Jahrhundert spezialisiert hat. Kumekawa lehrt und forscht an der Harvard University. Die Idee zu »Beliebige Fracht« entstand in New York, als Kumekawa zu Beginn der Coronapandemie von einem Gefängnisschiff auf dem East River erfuhr.
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»Eine ebenso originelle wie erhellende Mikrogeschichte des Neoliberalismus.«
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»(...) ein geniales Buch!«
Franz Paul Helms ()
»(...) Ian Kumekawa gelingt das Kunststück, anhand der Stationen eines einzigen Schiffs die großen ökonomischen und politischen Umbrüche der letzten fünf Jahrzehnte greifbar zu machen.«
Michael Lausberg ()