Angesichts der publizistischen Flut zur Berliner Mauer verwundert es, wieso die Frage nach dem«Warum« des Mauerbaus im Nebel der Geschichte versinkt. Das Buch von Giulietto Chiesa dokumentiert Fakten und Zusammenhänge, die vor allem Jüngeren unbekannt sein dürften. Er schildert Ereignisse, die dem Mauerbau vorausgingen, beschreibt die gänzlich auf eine Auseinandersetzung mit dem«russischen Kommunismus« gerichtete Politik der Vereinigten Staaten und das Ungleichgewicht der Mächte. Der Ausgang dieser Konfrontation war nicht voraussehbar. Sie dauerte länger als vierzig Jahre … Chiesa zeigt nicht nur die ideologischen Diskrepanzen der globalen Gegenspieler, sondern untersucht die Kausalität der Ereignisse, greift den historischen Faden auf, der einen der Nervenstränge der Geschichte Europas und der ganzen Welt darstellt – bis heute.
Giulietto Chiesa
Chiesa ist einer der bekanntesten Journalisten Italiens. 20 Jahre arbeitete er als ständiger Berichterstatter aus Moskau für „L’Unità“ und „La Stampa“. Er hat in allen wichtigen Fernsehkanälen, von TG5 über TG1 zu TG3 mitgewirkt. In den wichtigsten russischen TV-Sendern tritt er als Kommentator auf. Michail Gorbatschow, den Chiesa mehrmals interviewt hat, zitiert ihn als einzigen italienischen Journalisten mehrfach in seiner Autobiografie. Im „Fatto Quotidiano“ unterhält er einen Blog. Er schreibt für das Forum www.megachip.globalist.it. Schließlich hat er den unabhängigen Fernsehsender www.pandoratv.it gegründet und leitet ihn. Im Jahr 2016 erschien sein Buch "Putinfobia" (Putinphobie) – eine Analyse und Abrechnung mit dem westlichen Putinbild.
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