„Frauen, Leben, Freiheit“ – die Schlagwörter wühlen auf. „Liebe“ müsste noch hinzugefügt werden, die im Iran am meisten unterdrückt wird.
Wie hat es mit diesem wunderbaren Land so weit kommen können? – das schilderte mir die 17-jährige Fattaneh Mâllaha. Sie war 1987 nach Deutschland geflohen, musste aber bald wieder zurückkehren, um ihren Verlobten aus dem grausamsten Staatsgefängnis des Orients zu befreien: Evin.
Ein authentisches Abenteuer wie aus Tausendundeine Nacht. Wir lernen den Islam „von innen her“ kennen. Fatans Innigkeit führt wie ein unterirdischer Strom zu einem Leseerlebnis, das stärker als ein Film sein kann. Denn„Islam“ bedeutet wörtlich „Hingabe“. Und das ist der Roman.
Wer unsere kulturellen Ursprünge näher kennenlernt, wird vom tiefen Fühlen und Denken des Orients bezaubert sein. Mir hat es beim Schreiben, bei der Recherche und durch Fatans dramatische Lage in Vielem die Augen geöffnet. Ja, man staunt über die eigene Kultur im Kontrast zum Orient immer mehr. Dass es auch ein Agententhriller ist mit überraschenden Wendungen, die sich wirklich nur das Leben hat einfallen lassen, macht das Buch selbst zu einem Abenteuer.
Heinz-Dieter Herbig
Heinz-Dieter Herbig, 1951 in Fleckeby/Schleswig-Holstein geboren, schrieb Hörspiele, Essays, „Mythos Tod“, „Die Exzessiven“, das Fernsehspiel „Zweimillionen suchen einen Vater", den Roman „Hitlers Nichte“; konträr dazu das Theaterstück „Herzilein – kein Volksstück“, das durch Lisa Fitz populär geworden ist und seit über fünfzehn Jahren in diversen Theatern, auch in Österreich und in der Schweiz, gespielt wird. Er lebt in Köln und entdeckt im höheren Alter immer mehr die Tiefen des Schreibens.
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