Gerry Lächnfinga Lächnfinga Transwaggon

Transwaggon

von Gerry Lächnfinga

EUR 13,99

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Beschreibung

Transwaggon handelt von der Sehnsucht der Menschen, ihr Leben verändern zu können und dem Scheitern dabei. Es scheitern nicht alle. Manchen gelingt es tatsächlich, zu reflektieren und die schmerzhaften Veränderungen zu verantworten. Veränderungsprozesse, sofern sie nicht vollständig durchlebt werden, befördern Zuschreibungen, wie Widersprüchlichkeit, Heuchelei, Bigotterie … bis hin zu kriminellem Verhalten. Ich habe versucht darzustellen, dass das Verdrängen der eigenen Widersprüche bei den Protagonisten nicht vollständig funktionieren mag. Manche ahnen durchaus, welche Stunde geschlagen haben könnte. Doch sie schaffen es auch dann nicht, andere Entscheidungen zu treffen. Auch als Therapeut glaube ich nicht daran, dass Menschen ihr Handeln so sehr verdrängen können, dass darüber keinerlei Bewusstheit besteht. Denn dazu wird der jeweilige Gewinn, der die von mir unterstellte Bauernschläue bringt, zu gern und motiviert angenommen. Den Ort Transwaggon habe ich, um die Tragik zu steigern, auf eine alte Grabstätte der amerikanischen Ureinwohner „gebaut“. Dies meinte ich als Hinweis darauf, welche Verletzungen – bis zum Auslöschen von Leben – der industrialisierte Teil der Menschheit im Sinne von Fortschritt, Reichtum und Macht bereit ist/war, anderen zuzumuten. Letztlich hat Transwaggon etwas Dystopisches sowie Utopisches. Vielleicht stellt dies aber auch die Bandbreite unserer existenziellen Sehnsüchte dar…
Transwaggon ist keine lineare Geschichte, die einfach nur gelesen und abgelegt wird. Transwaggon spricht die Schattenseiten eines jeden von uns an. Auch das Ende des Buches bietet absichtlich keine „Lösung“ an. Jeder/Jede Leser*in hat die Möglichkeit, eine eigene Erklärung zu finden, um das Gelesene für sich abzuschließen. Mir war beim Schreiben wichtig, mehr als eine lesbare Story zu kreieren. Ich wollte eine Erfahrung anbieten, für die es keine richtige und falsche Interpretation gibt. Das Buch bietet keinen Konsens an, sondern die absolute Freiheit der eigenen Wahrnehmung. Ich bin fest davon überzeugt, dass Transwaggon zum Reflektieren anregt und der Blick in den Spiegel durch die Protagonisten etwas anregen kann, was in manchen Lebensratgebern so nicht erreicht wird.

Autor*in

Gerry Lächnfinga
Gerry Lächnfinga ist Sozialpädagoge, Gestalttherapeut und Podcaster. Hauptberuflich arbeitet er mit Familien in Krisensituationen. Durch diverse Reisen in die Verei-nigten Staaten gewann er die Eindrücke, die zu diesem Buch führten. Seine Abschlussarbeit zum Gestaltthera-peuten beinhaltete den Vergleich therapeutischer Inter-ventionen mit den Ritualen der nordamerikanischen Ureinwohner.

Themen in »Transwaggon«

Noir-Western Roman Gegenwartsliteratur Apachen USA Western

Stimmen zu »Transwaggon«

Details

ISBN: 9783347745148
Verlag: tredition
Erscheinung: 28.11.2022

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