Die grassierenden Verschwörungstheorien, ein durch Soziale Medien und das Internet gespeister Postfaktizismus und die politische Radikalisierung, wie sie sich in der Pandemie, aber auch in der Entsolidarisierung mit der Ukraine oder bei der Leugnung des Klimawandels beobachten lassen, können als Symptome einer krisenhaften Modernisierung der Industriegesellschaften verstanden werden. Die sozioökonomischen und soziokulturellen Umbrüche im Zuge von Digitalisierung, Globalisierung uns Säkularisierung verursachen Verunsicherungen und Kränkungen, die sich in Wissenschaftsfeindlichkeit, Realitätsverleugnung und antidemokratischer Systemopposition äußern. Die Prinzipien universeller Aufklärung und liberaler Demokratien geraten zusehends unter Druck.
Überblick und Zusammenschau zahlreicher Hintergründe, Entwicklungszusammenhänge und Folgen aktueller gesellschaftspolitischer Prozesse und Krisenlagen mit Vorschlägen zu deren Bewältigung.
Bernd Lederer
Privatdozent Dr. phil. habil. Dipl.-Päd. Bernd Lederer, derzeit an der Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, zuvor an den Universitäten Regensburg und Köln, am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn und im Praxisfeld berufliche Bildung tätig, lehrt und forscht in Allgemeiner Erziehungswissenschaft zu pädagogisch relevanten Entwicklungsprozessen der Gesellschaft und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Bildungsgeschichte, -theorie und -philosophie.
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