Rudolph Bauer Bauer Zur Unzeit, gegeigt

Zur Unzeit, gegeigt

von Rudolph Bauer

Politische Lyrik und Bildmontagen

EUR 22,00

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Beschreibung

Der Gedichtband "Zur Unzeit, gegeigt" von Rudolph Bauer gehört zur Kategorie Politische Lyrik. Diese knüpft an bei Vorläufern wie Heinrich Heine und Kurt Tucholsky, Bert Brecht und Günter Eich, Peter Hacks und Pablo Neruda. Die Nennung solcher Protagonisten kann irreführende Erwartungen wecken. Wie bei ihnen erhebt sich die poetische Stimme des Autors auch heute wieder "zur Unzeit". Aber sie hat einen unverkennbar eigenen, eigenwilligen, eigensinnigen Klang. Ihr Sound – poetisch "gegeigt" – ist unterfüttert mit historischer Kenntnis, politischer Klarheit und kritischer Schärfe. Die Gedichtsammlung umfasst sechs Kapitel mit jeweils fünf Texten. Diese handeln von brandaktuellen Ereignissen wie dem militärischen Nato- und US-Manöver Defender Europe 2020. Sie erinnern an revolutionäre Aufbrüche in der Geschichte der Arbeiterbewegung und an die reaktionären Massaker durch Polizei und die preußische Soldateska. Zum Teil reichen sie auch zurück in die Antike. Oder sie nehmen politische Entscheidungen und Parteien zum Anlass – unseren Alltag, das heutige und das frühere Europa, Zeitungsnotizen, den Tod eines Künstler-Freundes. Die Gedichtsammlung ist vielstimmig und stimmgewaltig. Sie lässt schroffe Verzweiflung spüren und heiße Wut, sarkastischen Zorn und schmerzliche Bitternis. Aber sie ist auch nicht ohne Hoffnung, nicht ohne den Ausblick auf Frieden und Glück. Zusätzlich zu den Gedichten enthält der Band politisch motivierte Bildmontagen des Autors. Dadurch erlangt die Gedicht- und Bildersammlung den Rang eines zeitgenössischen Anti-Dokuments – sich behauptend jenseits des herrschenden, bis zum Geschmack- und Belanglosen eingeebneten Plateaus von gesellschaftspolitischer Gleichgültigkeit und ästhetischer Affirmation in Literatur und Bildender Kunst.
Der Gedichtband "Zur Unzeit, gegeigt" von Rudolph Bauer gehört zur Kategorie Politische Lyrik. Diese knüpft an bei Vorläufern wie Heinrich Heine und Kurt Tucholsky, Bert Brecht und Günter Eich, Peter Hacks und Pablo Neruda. Die Nennung solcher Protagonisten kann irreführende Erwartungen wecken. Wie bei ihnen erhebt sich die poetische Stimme des Autors auch heute wieder "zur Unzeit". Aber sie hat einen unverkennbar eigenen, eigenwilligen, eigensinnigen Klang. Ihr Sound – poetisch "gegeigt" – ist unterfüttert mit historischer Kenntnis, politischer Klarheit und kritischer Schärfe. Die Gedichtsammlung umfasst sechs Kapitel mit jeweils fünf Texten. Diese handeln von brandaktuellen Ereignissen wie dem militärischen Nato- und US-Manöver Defender Europe 2020. Sie erinnern an revolutionäre Aufbrüche in der Geschichte der Arbeiterbewegung und an die reaktionären Massaker durch Polizei und die preußische Soldateska. Zum Teil reichen sie auch zurück in die Antike. Oder sie nehmen politische Entscheidungen und Parteien zum Anlass – unseren Alltag, das heutige und das frühere Europa, Zeitungsnotizen, den Tod eines Künstler-Freundes. Die Gedichtsammlung ist vielstimmig und stimmgewaltig. Sie lässt schroffe Verzweiflung spüren und heiße Wut, sarkastischen Zorn und schmerzliche Bitternis. Aber sie ist auch nicht ohne Hoffnung, nicht ohne den Ausblick auf Frieden und Glück. Zusätzlich zu den Gedichten enthält der Band politisch motivierte Bildmontagen des Autors. Dadurch erlangt die Gedicht- und Bildersammlung den Rang eines zeitgenössischen Anti-Dokuments – sich behauptend jenseits des herrschenden, bis zum Geschmack- und Belanglosen eingeebneten Plateaus von gesellschaftspolitischer Gleichgültigkeit und ästhetischer Affirmation in Literatur und Bildender Kunst.
Aus der Mündung der Kanonenflammen keine poetischen Taten. Johann Gottfried Herder (1744–1803)
"Zur Unzeit, gegeigt" – eine Sammlung aus modernen Gedichten und Bildmontagen, geschaffen für den täglichen Gebrauch, lesbar im Park, im Öffentlichen Nahverkehr, geeignet als Verständigungsmittel, als Abgesang auf das Ende aller Tage: ein Notturno. Trotzdem ein Stück Hoffnung, Sehnsucht, Frieden, Glück.
"Gegeigt" – also spielerisch, melodiös, stimmig, bunt, teils gereimt, teils in freien Versen, in Form von Sonetten und Oden, zum still Lesen oder laut Vortragen, in Kirchen, auf Plätzen, auch zum Singen. Keine Blümchenlyrik, nichts für zarte Seelen, ohne den Schmelz der Zufriedenheit, ohne den Gleichklang der Zustimmung.
"Zur Unzeit" – d. h. zeitgemäß, passend in unsicherer Gegenwart, in einer Epoche aus Militarismus, Kriegen, Armut und Angst, Retrofaschismus und Zerfall. Keine Poesie für den Lehrplan in der Oberstufe, das germanistische Seminar, keine für Rezensenten von FAZ, SZ und neues deutschland.

Autor*in

Rudolph Bauer
Rudolph Bauer: Politikwissenschaftler, Autor und bildender Künstler. Geboren in Amberg (Oberpfalz), lebt in Bremen. Studium u. a. der Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie an den Universitäten in München, Erlangen, Frankfurt am Main und Konstanz. Promotion (Dr. phil.), Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Forschungstätigkeit in Heidelberg, Offenbach/Main und Gießen. Professur an den Universitäten in Gießen und Bremen (1972-2002); Sprecher des Instituts für Lokale Sozialpolitik und Nonprofit-Organisationen. Auslandsaufenthalte 1979/80 am Fremdspracheninstitut in Beijing/China und 1989 am Institute for Policy Studies der Johns Hopkins Universität in Baltimore/USA. Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac. Wissenschaftliche Buchveröffentlichungen: „Wohlfahrtsverbände in der Bundesrepublik“ (1978), „Obdachlos in Marioth“ (1980), „Die liebe Not“ (1984), „Organisierte Nächstenliebe“ (mit Hartmut Dießenbacher, 1986), „Verbandliche Wohlfahrtspflege im internationalen Vergleich“ (mit Anna-Maria Thränhardt, 1987), „Lexikon des Sozial- und Gesundheitswesens“ (3 Bände, 1992), „Personenbezogene Soziale Dienstleistungen“ (2001), „Wir befinden uns mitten im Krieg“ (2014), „Kriege im 21. Jahrhundert“ (2015). Acht Gedichtbände, u. a. "Widerton" (1986), "Ätze terra" (1989), "tanger und anderorts" (2006), "SchutzSchirmSprache" (mit Cartoons von Lothar Bührmann, 2010), "Flugschriftgedichte" (2013). Mitglied des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Seit 1983 Kunstausstellungen, u. a. in Bremen, Bremerhaven, Göttingen, Kürten-Forsten bei Köln, Bergisch-Gladbach, Berlin, Frankfurt am Main, Burg Rezel/Polen und Auroville/Indien. Der Katalog „Rüste-Wüste“ (mit Texten von Hartmut Drewes, 2016) zeigt neue künstlerische Arbeiten mit militarismuskritischen Bildmontagen. Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler. www.rudolph-bauer.de

Themen in »Zur Unzeit, gegeigt«

Hoffnung Politik Glück Alltag Revolution Europa Gesellschaftskritik frieden politische Lyrik Gedenktage Herder bildmontagen zeitgenössische Poesie engagierte Dichtung Antimilitarismus

Stimmen zu »Zur Unzeit, gegeigt«

Details

ISBN: 9783347062986
Verlag: tredition
Erscheinung: 26.05.2020

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