Eine junge Frau schlägt mitten in ihrer Heimatstadt ein Zelt auf und bewegt die Bewohnerinnen zu einem neuen Blick aufs Leben
Sommer in einer deutschen Kleinstadt. Mitten im Villenviertel steht plötzlich ein Zelt auf dem Bürgersteig. Sophie von Clüver, das schwarze Schaf der Familie, ist zurückgekehrt und campiert vor ihrem Elternhaus. Wie eine Anklage steht das Zelt da – oder wie ein Hilferuf. Und es beschäftigt die Nachbarschaft: Hanne, verwitwet und einsam, die Sophie von klein auf kennt. Künstlerin Greta, die sich aus klassischen Familienmustern befreien will. Schulfreundin Wanda, die Sophie immer beneidet hat. Die Abiturientin Lilli, die ihr Taschengeld als Cam-Girl aufbessert. Hjördis, die mit ihren Neurosen ringt. Judith, die sich mit siebzig ans Online-Dating wagt. Und Eva, die Mutter von Sophie, die so stark scheint, aber Angst hat, ihrer Tochter nach Jahren der Trennung wieder zu begegnen.
Annette Mingels
Annette Mingels, geboren 1971, studierte Germanistik und schloss mit einer Promotion ab. 2003 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, dem sechs weitere und ein Erzählband folgten. Für »Was alles war« erhielt sie 2017 den Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag. Zuletzt erschien 2023 der Roman »Der letzte Liebende«. Nach Jahren in der Schweiz, in Montclair (USA), Hamburg und San Francisco lebt Annette Mingels seit 2021 mit ihrer Familie bei Berlin.
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»›Evas Tochter‹ ist ein kluger Roman über die Frage, wie wir eigentlich leben wollen. (…) Individuelle Lebensgeschichten [von Frauen] legen ganz nebenbei offen, wie tief patriarchale Strukturen verankert sind. Das wird mal sehr lustig und mal sehr traurig erzählt, bleibt aber immer wahr. Ein kluger und warmer Roman, mit dem Annette Mingels den Finger in zahlreiche offene Wunden legt.«
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»Alles, was weibliches Leben heute ausmacht, kommt in [Evas Tochter] vor; souverän erzählte Geschichten und eindrucksvolle literarische Porträts von acht Frauen höchst unterschiedlichen Alters.«
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»Mingels ist eine gute Menschenbeobachterin, die unterhaltsam und mit erkennbarer Sympathie für ihre Figuren Gesellschaftsbilder entwirft.«
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»Einfühlsam erzählt die Autorin von den weiblichen Lebenswelten. Empfehlenswert!«
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