Eindringlicher, kenntnisreicher, empathischer ist die komplexe Lage im Nahen Osten nie beschrieben worden
Wenn man versucht, die Geschichte des Nahen Ostens zu verstehen, ist es, als würde man die Züge eines Schachspiels verfolgen – jedoch auf vielen Schachbrettern gleichzeitig. Jeder Zug auf dem einen Brett löst Bewegungen auf den anderen aus. Der 7. Oktober hat das vernetzte Spiel im Nahen und Mittleren Osten noch einmal in eine neue Phase katapultiert: Inzwischen ist die Hamas keine Gefahr mehr, die Hisbollah im Libanon massiv geschwächt, die Islamische Republik Iran hat ihren Verbündeten in Damaskus verloren, die Bevölkerung begehrt abermals und vielleicht entscheidend auf gegen das Regime. Die gesamte Region kann sich in Richtung Frieden bewegen – oder ein einziger falscher Zug lässt alles in sich zusammenbrechen.
Natalie Amiri
Natalie Amiri, 1978 als Tochter einer Deutschen und eines Iraners in München geboren, studierte Orientalistik und Islamwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) führte sie an die Universitäten von Teheran und Damaskus. Seit 2014 moderiert sie den „ARD-Weltspiegel" aus München. Ab 2015 leitete Natalie Amiri das ARD-Büro in Teheran. Im Mai 2020 wurde sie vom Auswärtigen Amt gewarnt, aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den Iran einzureisen. Sie musste daher die Leitung des Teheraner Fernsehstudios abgeben. 2022 und 2024 wurde sie vom "medium magazin" zur Politikjournalistin des Jahres gekürt und gewann zahlreiche Preise, u.a. das „Glas der Vernunft“ (2023). Ihre Bücher „Zwischen den Welten“ (2021), „Afghanistan“ (2022) und "Der Nahost-Komplex" (2025) wurden zu SPIEGEL-Bestsellern.
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»Komplex ist das passende Wort, denn Amiri gelingt es, das undurchsichtige Geflecht der vielen Akteure im Nahen Osten zu entwirren – weit über die Perspektive der Israelis und Palästinenser hinaus.«
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»Amiri verbindet Reportage, Analyse und Geschichte zu einem klugen, hochinformativen Buch.«
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»Ein Buch, das das große Ganze in den Blick nimmt, ohne aber fertige Pläne oder Antworten zu versprechen.«
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