»Meine Macke bestand darin, dass ich mehr in Büchern lebte als in der Wirklichkeit. Die Literatur verband mich mit der Welt.«
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen Sohn auf, wird geschieden. Nach einem Nierenversagen muss sie mit sechzig den Schuldienst verlassen und beginnt in einem Literaturarchiv zu arbeiten. Es ist ein unauffälliges Leben mit der einzigen Besonderheit, dass es von Büchern begleitet wird: Von den Sechzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart bleibt Nora eine leidenschaftliche Leserin. Regelmäßig gleicht sie ihre Erfahrungen und auch die Erschütterungen der Gegenwart bis hin zum Ukraine-Krieg mit ihrem durch Literatur gewonnen Wissen ab und trifft mal mehr, mal weniger glückliche Entscheidungen. Wie gut lässt sich Bildung vermitteln? Was bringt sie letztlich – Freuden, Erkenntnis, Ernüchterung? Besteht sie im Alltag, obwohl das Leben so viele Pläne blamiert? Wie weit hilft Kultur im Umgang mit menschlichen Abgründen? Oder wäre sonst alles viel schlimmer?
Petra Morsbach
Petra Morsbach, geboren 1956, studierte in München und St. Petersburg. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere von der Kritik hoch gelobte Romane, u.a. »Opernroman«, »Gottesdiener« und »Justizpalast«. Zuletzt erschien bei Penguin der Essayband »Der Elefant im Zimmer«. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Jean-Paul-Preis. 2017 erhielt sie den Roswitha-Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim und den Wilhelm-Raabe-Preis.
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»Lebensklug, literarisch beglückend, menschlich bereichernd.«
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»Die Romane von Petra Morsbach sind vor allem deshalb unterhaltsam, weil sich in ihnen zur inhaltlichen Spannung zuverlässig eine analytische hinzugesellt.«
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»Petra Morsbach schenkt sich und ihren Lesern mit ›Orion‹ einen lebensprallen Roman über eine Lehrerin, die der Literatur verfallen ist. Pflichtlektüre, auf die sich nicht nur Deutschlehrer freuen dürfen.«
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»Wie Petra Morsbach ihre Allerweltsfigur transzendiert, zeigt eindrucksvoll, was für eine literarische Könnerin sie ist.«
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»Mitreißender kann ein Roman nicht sein.«
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»Morsbach ist eine Meisterin der Milieuschilderungen und der satirisch überhöhten Figurenzeichnung. Ihre Beschreibungen schärfen den eigenen Blick.«
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