Die Schwerpunkte des Buches sind relationale Datenbanken, Entwurf von Datenbanken und die Programmiersprache SQL. Aber auch Themen wie Recovery, Concurrency, Sicherheit und Integrität werden hinreichend ausführlich besprochen.Hervorzuheben ist der Bezug zur Praxis. Eine Beispieldatenbank wird im Anhang im Detail vorgestellt.Zahlreiche Zusammenfassungen und die Übungsaufgaben mit Lösungen zu jedem Kapitel dienen der Vertiefung des Stoffes und erhöhen den Lernerfolg. Mittels einer zur Verfügung gestellten Software lässt sich die Beispieldatenbank installieren, so dass die Aufgaben und Beispiele direkt am Rechner nachvollzogen werden können. Die vorliegende zweite Auflage wurde erheblich überarbeitet. Neben zahlreichen kleineren Änderungen wurden folgende umfangreichen Anpassungen vorgenommen: Die Beispieldatenbank Radl im Anhang wurde erweitert; der Abschnitt über objektorientierte Datenbanken wurde durch aktuelle Entwicklungen ergänzt; neben Oracle wird jetzt auch auf MS-Access verwiesen, dBase wurde durch MS-Access ersetzt; weiter dient jetzt C++ statt C als Einbettungssprache. Das Buch wurde im Rahmen des http://medoc.informatik.tu-muenchen.de/deutsch/medoc.html>MeDoc-Projektes in die elektronische Informatik-Bibliothek aufgenommen und steht auch über das Projekt http://InterDoc.OFFIS.Uni-Oldenburg.de>InterDoc weiterhin zur Verfügung.
Datenbanken entstanden ab etwa 1960 aus der Notwendigkeit, die logischen Zugriffe auf die immer größer werdenden Datenmengen zu vereinfachen und zu normieren. Wurden diese Datenbanken über mehr als zwei Jahrzehnte hin weg ausschließlich auf Großrechnern eingesetzt, so haben sie inzwischen ihren Siegeszug auch auf kleinen Rechnern angetreten. Ermöglicht wurde dies aus dreierlei Gründen: erstens durch die enorm gestiegene Rechnerleistung der letzten Jahre, zweitens durch die Verwendung relationaler Datenbanken und drittens durch die Einführung grafischer Oberflächen. Die Anfang der 70er Jahre entwickelten relationalen Datenbanken ermögli chen eine einfache Erstellung und Programmierung. Grafische Oberflächen unterstützen den Anwender und Datenbankdesigner dank leichter Benutzer führung und anschaulicher Musterbeispiele, so dass auch dem interessierten Laien diese Form der Datenhaltung mit all ihren Möglichkeiten offen steht. Der Laie sei aber davor gewarnt, größere Datenbanken ohne theoretische Grundkenntnisse selbst zu erstellen. Denn hier leitet sich der Datenbankent wurf in der Regel nicht mehr direkt aus der AufgabensteIlung ab. Doch nur ein guter Entwurf garantiert übersichtliche und optimale Zugriffe und ermöglicht je nach Bedarf Ergänzungen und Erweiterungen der Datenbank. Auch wird nur dadurch die Konsistenz und Integrität der Datenbank ermöglicht, so dass feh lerhafte, widersprüchliche und nicht mehr zugreifbare Datenbestände verhin dert werden. Grundlagen zu Datenbankentwurf und -programmierung sollten für den Datenbankprogrammierer daher selbstverständlich sein. Dieses Buch entstand aus Vorlesungen zu Datenbanken, die ich für Infor matiker an der Fachhochschule Regensburg gelesen habe. Doch ich will auch denNicht-Informatiker und interessierten Laien gezielt ansprechen, indem mittels zahlreicher Beispiele die Theorie direkt in die Praxis umgesetzt wird.
Edwin Schicker
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