In Segals Erzählungen treffen wir auf bemerkenswerte Frauen, New Yorkerinnen um die Neunzig, die sich regelmäßig zum Lunch treffen und sich gegenseitig mit kuriosen Begebenheiten aus dem Alltag unterhalten. Eine Cocktailparty mit alten Freunden kann einem Trauerempfang zum Verwechseln ähnlich sein, eine Frisur geht eigene Wege; und spielt es wirklich eine Rolle, wer vor langer Zeit mit wem geschlafen hat? Segals Schilderungen eines Urlaubs in Venedig, einer verloren gegangenen Freundschaft, aber auch einer Wanderung mit ihrem Vater im Sommer 1938, vor ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten nach England, sind eindrücklich und entbehren nicht eines subtilen Humors. Dabei stehen niemals mehr Worte auf dem Papier als absolut notwendig.
Lore Segals Geschichten versöhnen mit dem Alter(n) – sie funkeln vor Weisheit und Optimismus
Vereinzelt im New Yorker erschienen, liegen die Erzählungen nun erstmals gesammelt in Buchform vor
Best Book of the Year 2023 des New Yorker
Lore Segal ist eine der großen Stilistinnen des 20. Jahrhunderts
Lore Segal
Lore Segal war eine amerikanische Schriftstellerin, die 1928 in Wien geboren wurde und in New York lebte. Im Laufe ihrer Karriere verfasste sie Romane, Kurzgeschichten, Essays und Kinderbücher und wurde für den Pulitzer Prize nominiert. Sie war auch übersetzerisch tätig und lehrte an mehreren amerikanischen Universitäten kreatives Schreiben. Ihre Beiträge zu den Zeitschriften New Yorker, New York Times Book Review und New Republic erschienen in regelmäßigen Abständen. Lore Segal ist 2024 im Alter von 96 Jahren verstorben.
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