Eugen Sorg Sorg Die Lust am Bösen

Die Lust am Bösen

von Eugen Sorg

Warum Gewalt nicht heilbar ist

EUR 14,90

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Beschreibung

Was ist das für eine Gesellschaft, in der Menschen ihre Nachbarn nach Jahrzehnten friedlichen Zusammenlebens bestialisch foltern und töten? Schüler, die Passanten auf U-Bahnsteigen zu Tode treten? Pflegerinnen, die wehrlose Alte umbringen? Als Reporter reiste Eugen Sorg von der Schweiz aus in Bürgerkriegs- und Krisenregionen. Überall sah er Gewalt und erlebte, wie leicht und bereitwillig Scham und Gewissen außer Kraft gesetzt werden können. Sein Bericht ist eine unbequeme Antwort auf die Frage, warum ganz normale Menschen zu mitleidlosen Tätern werden.

Autor*in

Eugen Sorg

Themen in »Die Lust am Bösen«

20. Jahrhundert 21. Jahrhundert Ethik Gesellschaft Gewalt Kulturgeschichte Schweiz

Stimmen zu »Die Lust am Bösen«

"Sorgs Beobachtungen sind treffend, seine Analysen messerscharf und überzeugend. Aber auch schmerzhaft, weil sie die Frage nach der wirkungsvollen Gegenwehr offen lassen." Urs Rauber, NZZ am Sonntag, 30.01.11 "Für Eugen Sorg ist klar, das Böse ist eine Leidenschaft, die nur sich selbst kennt. Es ist keine Folge pathogener Zustände, keine Ausgeburt von Verzweiflung und keine Rache für erlittenes Unrecht. Das Böse ist auf der Welt, seit Menschen sich dazu entschließen, Böses zu tun. Die Übeltäter wissen genau, dass ihre Untaten unrecht sind. Aber der Spaß an der Grausamkeit ist größer als alle Hemmnisse. Bosheit ist durch keine Zivilisation zu tilgen. Menschen sind gewalttätig, nicht weil sie müssen, sondern wenn sie dürfen. Nicht soziale, seelische, politische oder kulturelle Umstände produzieren Gewalt. Sie eröffnen nur Gelegenheiten, welche die Subjekte allzu gern nutzen. Sorgs Buch steht in der besten Tradition einer Kritik der Illusionen und Klischees. Der populäre Therapiekult glaubt beharrlich an die Heilbarkeit des Bösen. Aber wer Gewalt auf die Autoritätsbindung williger Befehlsempfänger zurückführt, unterschlägt den Spaß an der Schikane und die Eigeninitiative der Mörder." Wolfgang Sofsky, Die Welt, 19.03.11 "Ich habe Eugen Sorgs Brandrede mit Gewinn gelesen, lade also dazu ein, sich mit ‚Die Lust am Bösen' auseinanderzusetzen. Zudem: Schreiben kann der Mann." Thomas Schindler, ARD Morgenmagazin, 30.03.11 "Die Fragen, die der Autor aufwirft, bleiben noch lange im Kopf." Andreas Kremla, Falter, Frühjahr 11 "Noch nie hat jemand so unumwunden seine Erkenntnis drucken lassen. Man spürt, dass sie Eugen Sorg deprimiert hat. Nun will er aufklären. Sorg wird reichlich Widerspruch ernten, aber seine Argumente sind stark." Roland Mischke, Lübecker Nachrichten, 20.04.11"Sorg weiß durchaus, wovon er schreibt. Als Delegierter des Internationalen Roten Kreuzes hat er die Kriege und Bürgerkriege in Afghanistan, Angola, Somalia, Liberia, im Sudan und in Kolumbien, besonders intensiv aber jene im ehemaligen Jugoslawien vor Ort miterlebt. Dabei stieß er, weitgehend unabhängig von Religion, Ethnie oder Kultur, auf ein stets wiederkehrendes Muster: die Grausamkeit aus Lust an der Grausamkeit, ausgeübt von einer Zivilbevölkerung an einer Zvilbevölkerung ohne irgend ein anderes erkennbares Motiv als dieses." Christian Ortner, Wiener Zeitung, 29.04.11
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Details

ISBN: 9783312004744
Verlag: Nagel & Kimche
Erscheinung: 07.02.2011

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