Nenn mich Fritz, sagt das Mädchen, das ein Junge sein will. Es hat sich einen Begleiter erdacht, mit dem es das Leben erproben will: den blinden Hund. Der folgt ihr aufs Wort. Gemeinsam treten sie den Erwartungen der Erwachsenen entgegen. Friederike Kretzen versteht es, auf knapppstem Raum Geschichten zu erzählen, kleine Meisterstücke in Prosa sind in ihren Roman integriert. Kretzens bildhafte, knappe Sprache begeistert ebenso wie ihre lakonische Ironie, die sich am Detail bewährt.
Friederike Kretzen
Deutschsprachige Literatur Frau Freundschaft
"Das ist das Verblüffende an dieser kargen Prosa: Man kann sehen, fühlen, schmecken, wie das geschieht, die Erziehung zur Empfindungslosigkeit, die Abrichtung zur wackeren Gleichgültigkeit vor dem Feind." Andrea Köhler, Neue Zürcher Zeitung, 21.03.1991
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