Paranoide Verschwörungstheorien, rechte Ideologien, viel zu viele Vollidioten: Rhys Kinnick hat die Welt aufgegeben. Bis die Welt ihn in seinem Häuschen im Wald einholt.
Sieben Jahre ist es jetzt her, dass Rhys Kinnick genug hatte. Als hätten die Wahlen 2016 nicht gereicht, ihm die Verrottung der USA vor Augen zu führen, war da auch noch sein Schwiegersohn Shithead Shane, ein strahlendes Beispiel für rechtskonservatives, christliches Geschwurbel. Seine Ehe hatte Rhys damals längst an die Wand gefahren, seinen Job bei der Spokesman-Review verloren. Nach einem Eklat an Thanksgiving im Kreise der Familie – wem wäre bei Shanes Dummschwätzerei nicht die Hand ausgerutscht? – setzte sich Rhys ins Auto, warf das Handy aus dem Fenster und zog sich in ein Häuschen im Wald zurück, wo er seither lebt, liest und an seiner Komposttoilette herumbastelt. Und dann stehen plötzlich zwei Kinder vor seiner Tür, die er beinahe nicht wiedererkannt hätte: seine Enkel Asher und Leah. Ihre Mom – seine einzige Tochter – sei verschwunden, berichten sie. Schwebt Bethany in Gefahr? Hätte Rhys das Fiasko verhindern können, wenn er sich nicht im Wald verschanzt hätte? Und: Kann er es wieder geradebiegen?
Eine scharfzüngige Analyse der US-amerikanischen Gesellschaft – und ein großer Spaß
Jess Walter kann ein bitterböser Zyniker sein. Doch den Menschen betrachtet er mit warmherzigem Blick.
In den USA ein Bestseller und auf der Longlist für den Aspen Words Literary Prize
Wen Der Engel von Rom zum Lachen gebracht hat, sollte diese dreihundert Seiten von Jess Walters Humor nicht verpassen.
Jess Walter
Jess Walter, geboren 1965, arbeitete zunächst als Journalist für Newsweek, The Washington Post und die SpokesmanReview. Bekanntheit erlangte er 1995 durch sein Sachbuch Every Knee Shall Bow. Sein erster Roman folgte 2001. Für Citizen Vince erhielt Walter 2006 den Edgar Allan Poe Award, im selben Jahr stand The Zero auf der Shortlist des National Book Award. Barack Obama setzte Walters Kurzgeschichtensammlung We Live in Water auf seine Liste der besten Bücher, die er 2019 gelesen hatte. Walters Werke wurden in vierunddreißig Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in seinem Elternhaus in Spokane, Washington.
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»Ein warmer, witziger, liebevoller Roman ... Ein echtes amerikanisches Original.« Ann Patchett
»Jess Walter gehört zu meinen amerikanischen Lieblingsautoren.« Nick Hornby
»Ein turbulenter Roadtrip durch ein turbulentes Amerika.« The Washington Post
»Jess Walter ist ein versierter Gesellschaftskritiker. Er hat seinem Protagonisten offensichtlich all die Empörung und Trauer verliehen, die er selbst angesichts des düsteren Kurses unserer Welt empfindet … Wenn es in diesen rauen Zeiten Hoffnung gibt, dann liegt sie in unserer Verbundenheit miteinander …Oder in Romanen wie diesem.« Los Angeles Times