Helensburgh am schottischen River Clyde, Refugium für Reiche und Touristen: Verloren irrt ein Mörder durch die malerischen Gässchen, während Kriminalinspektorin Alex Morrow nach einer verschwundenen Geldwäscherin sucht. Und das bevorstehende Unabhängigkeitsreferendum bringt zusätzlich Unruhe ins Gefüge.
Möwen kreischen empörte Trauergesänge hoch über Ian Fraser, der soeben eine Frau getötet hat. Die Gedanken an sie kann er nicht abschütteln, auch nachdem die Leiche im Loch Lomond versenkt und er zurück an Land ist. Und so irrt ein Mörder durch Helensburghs Gassen, wo das anstehende Referendum über Schottlands Unabhängigkeit die Gemüter erhitzt.
Zeitgleich steht Kriminalinspektorin Alex Morrow aus Glasgow, von der Schlacht mit Ja/Nein-Buttons genervt, unter Druck. Die von der Polizei überwachte Wirtschaftskriminelle Roxanna Fuentecilla ist verschwunden. Es geht um Millionen. Morrows Suche führt sie nach Helensburgh, hinter nur scheinbar idyllische Kleinstadtfassaden.
Wie gut kennt man einander dort wirklich? Und wem ist noch zu trauen? Eine Gemeinschaft am Abgrund, und Morrow mittendrin.
Denise Mina
Denise Mina (*1966 in East Kilbride, Schottland) hat Kriminalromane, Bühnenstücke, Storys und Graphic Novels veröffentlicht und macht Podcasts, TV- und Radiosendungen. Als junge Frau jobbte sie in Bars, einer Fleischfabrik, als Köchin und Krankenpflegehelferin, studierte dann Jura, promovierte und lehrte Kriminologie an der University of Strathclyde. 2014 wurde sie in die Crime Writers’ Association Hall of Fame aufgenommen. Für ihre Werke erhielt sie u. a. dreimal den Deutschen Krimipreis. Mina lebt in Glasgow.
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»Hart, direkt und trocken. Der Anfang trifft wie ein Faustschlag. Denise Mina wechselt versiert die Perspektiven. Das baut immer wieder Spannung auf, das ermöglicht ihr langsam und wie in einem Puzzle die Beziehungen zwischen den verschiedenen Figuren zu klären. Sie hält die diversen Fäden dabei souverän in der Hand, und vor allem hat sie ein gutes Auge für Milieus, für die großen Schweinereien wie die schmutzigen kleinen Geheimnisse in dem Provinzstädtchen Helensburgh.«
Peter Körte ()
»Wer einen richtig, richtig guten Kriminalroman lesen will, der sei an die aktuelle Nummer 1 der Krimibestenliste verwiesen: Blut Salz Wasser. Ein großartiger Roman, die schottische Autorin liefert mit das Beste, was man in Sachen Krimi derzeit bekommen kann.«
Ulrich Noller ()
»Verbrechen und Kriminalität sind keine Abweichung von der Normalität, sondern Elemente, die die Gesellschaft strukturieren. Was Denise Mina wirklich herausragend macht, sind neben diesen Einsichten die Figuren. Als ich fertig war mit dem Buch, war mein Herz gebrochen und ich so richtig wütend.«
Sonja Hartl ()
»Die Farben Schwarz und Weiß hat Denise Mina weitgehend abgeschafft. Ihre Figuren sind vielschichtig. Unglücklich verstrickt statt böser Masterminds.«
Sylvia Staude ()
»Denise Mina behält überaus souverän die Fäden in der Hand. Inspiriert verbindet sie Kriminalhandlung und Lokaldrama mit gekonnter Figurenzeichnung. Gleichsam nebenbei entsteht aus den Einzelgeschichten, die sich um die zahlreichen Nebenfiguren spinnen, eine Art Untergrundreportage aus der kleinstädtischen schottischen Gesellschaft. Soziale Härten werden sichtbar, verknöcherte Strukturen, gesellschaftliche Spannungen nicht nur zwischen Ja- und Nein-Wählern, sondern auch zwischen Reich und Arm, Aufsteigern und Untengebliebenen blitzen auf. Die schottische Landschaft zwischen Meer, Stadt und dem sagenhaften Loch Lomond spielt dazu auf ganz selbstverständliche Art Kulisse.«
Katharina Granzin ()
»Was Blut Salz Wasser heraushebt, ist Minas Humor und ihr packender Realismus. Sie schreibt spannend, aber nie reißerisch. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.«
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»Bei Mina begeistert mich, dass es nie Schwarz-Weiß-Malerei ist. Da ist nicht das Böse immer nur böse. Jeder hat sein Päckchen zu tragen.«
Torsten Meinicke ()
»Ihre Figuren hat Mina sorgfältig ausgearbeitet. Private und politische Turbulenzen verbinden sich zu einem überzeugenden Ganzen. Man darf auch herzlich lachen.«
Ingeborg Sperl ()
»Es ist der tiefe emotionale Nachhall, den Mina bei aller Unterhaltung in uns zu erzeugen vermag. Was sie hier unter die Lupe nimmt, ist der kriminelle Motor unserer Gesellschaft und sein Treibstoff. Glasklar, aber nie zynisch.«
Edina Picco ()
»Die sympatische Ermittlerin weiß genau, auf welcher Seite sie steht – nicht auf der von denen, die sich für was Besseres halten! Und das gelte an dieser Stelle mal als kleiner Krimi-Beitrag zu 200 Jahren Karl Marx und Klassenkampf. Unbedingt lesen.«
Udo Feist ()