Silvia will ausbrechen aus der biederen Welt ihres Vaters, in der sie nichts erwartet als die immer gleichen miefigen Tapeten. Als sie in seinen Unterlagen eine erschütternde Entdeckung macht, muss sie endgültig verschwinden. Es zieht sie auf das Waldeck-Festival, wo eine junge Generation mit Gitarren und Folksongs aufbegehrt: gegen den Starrsinn der Alten und die verbohrten Strukturen der Nachkriegszeit. Währenddessen wittert der in Ungnade gefallene Journalist Ferdinand Broich endlich eine neue Story: Eine Frau will einen ehemaligen SS-Arzt auf der Straße erkannt haben. Doch als Broich die Zeugin wenige Tage später aufsuchen will, ist die bereits tot. Eine gefährliche Suche nach der Wahrheit beginnt, in einem Deutschland, dessen dunkle Vergangenheit noch bedrohlich nahe ist.
Jürgen Heimbach
Jürgen Heimbach, geboren 1961 in Koblenz, studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung Germanistik und Philosophie, betrieb in Mainz ein Off-Theater und gründete die Künstlergruppe V-I-E-R, mit der er Ausstellungen organisiert. Heute arbeitet Heimbach als Redakteur für 3sat. Sein Werk umfasst Romane, Jugendbücher und kriminalistische Kurzgeschichten. Sein Roman Die Rote Hand wurde 2020 mit dem Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman ausgezeichnet. Heimbach lebt mit seiner Familie in Mainz.
60er-Jahre Aufbruch BRD Deutschland Festival Geschichte Jugend Kriminalroman Liedermacher Musik Nationalsozialismus Spannung
»Der gut recherchierte Roman schildert in einem ruhigen, gleichwohl seinen Sog entfaltenden Erzählton den Aufbruch einer jungen Generation aus der spießigen Welt der Nachkriegszeit, in der die dunkle Vergangenheit immer noch nachwirkt und alte Nazis weiter ihr Unwesen treiben. Statt ›Tatort‹ mal diesen Krimi!«
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»Es ist ein raffinierter Kniff, dass Jürgen Heimbach seine Geschichte praktisch vom Ende her erzählt, dann noch einmal eine gute Woche zurückblendet und in einem letzten Abschnitt einen Blick voraus ins spätere Jahr 1964 wirft. Das schafft Spannung, weil die ersten Seiten auch noch nicht verraten, wie die Konfrontation eines neuen Weltgefühls mit den dunklen Schatten der Vergangenheit denn letztlich ausgeht. Bis in die zahlreichen Nebenfiguren hinein hat Heimbach interessante, die verschiedenen Aspekte der Zeit verkörpernde Charaktere erschaffen.«
Dietmar Jacobsen ()
»Historisch gut recherchiert, lenkt der Autor die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte, in dem Welten aufeinanderprallen und der Aufbruch zu spüren ist.«
Carola Torti ()
»Eine packende Mischung aus persönlicher Entwicklung, historischen Hintergründen und spannenden Verstrickungen.«
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