Auf einer Schmetterlingsjagd steht Henri Mouhot plötzlich vor den vergessenen Ruinen von Angkor Wat. Hundertfünfzig Jahre später wird dem Leiter des Foltergefängnisses der Roten Khmer der Prozess gemacht. Zwischen Königen und Bauern, Generälen und Kommunisten entfaltet sich das Drama der kambodschanischen Geschichte.
Der französische Forscher Henri Mouhot stößt sich bei einer Schmetterlingsjagd den Kopf, blickt auf und steht erstaunt vor den vergessenen Tempelanlagen von Angkor Wat. Rund hundertfünfzig Jahre später tobt in Thailand die Revolution der Rothemden, und in Kambodscha wird »Duch«, dem Leiter des Foltergefängnisses der Roten Khmer, der Prozess gemacht.
Auf einer packenden Spurensuche durch das letzte Jahrhundert entfaltet sich zwischen Königen und Bauern, Generälen und Kommunisten das Drama der kambodschanischen Geschichte.
Kampuchea wurde vom Magazin Lire zum besten französischen Roman 2011 gewählt.
Patrick Deville
Patrick Deville, geboren 1957, studierte Vergleichende Literaturwissenschaften und Philosophie in Nantes und arbeitete dort anfänglich als Dozent. Er lebte in den 1980er Jahren im Nahen Osten, in Nigeria und Algerien. In den 1990er Jahren besuchte er Kuba, Uruguay, Mittelamerikanische Staaten und Staaten des ehemaligen Ostblocks. Er gründete und leitet die »Maison des écrivains étrangers et des traducteurs« und deren Zeitschrift Meet.
Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem als »bester Roman des Jahres« der Zeitschrift Lire, mit dem Fnac-Preis und dem Prix Femina.
Angkor Wat Asien Frankreich Geschichte Kambodscha Kolonialismus Kommunismus Mekong Pol Pot Rote Khmer Thailand
»Eine Lektüre wie ein Kaleidoskop, bunt und farbig, aber eben nicht nur schön. Deville vereint in diesem Buch Reportage, Biografie, Prosa, Reisebericht und auch Autobiografisches.«
Almut Scheller-Mahmoud ()
»Bald begleitet man Deville, wie er selbst als Reisender Südostasien besucht und auf Spurensuche geht, bald ist man zusammen mit dem ehemaligen König Kambodschas, Sihanouk, oder begibt sich in den dunkelsten Teil der kambodschanischen Geschichte: der Terrorherrschaft der Roten Khmer. Man wird schnell in einen Sog verwickelt. Die Biografien der Hauptcharaktere werden oft geschickt verbunden, kurze Sätze im Präsens führen zur direkten Teilhabe an allen Ereignissen.«
Christopher Wimmer ()
»›Kampuchea‹ ist kein Reisebericht, keine Reportage, geschweige denn ein Geschichtsbuch. Es ist eine düstere und gefährliche Durchquerung Kambodschas, seiner Landschaft und Geschichte, die den Leser ins Herz der Finsternis führt, zu den Anfängen der Roten Khmer. Ein hervorragendes Buch, das einen mitten hineinzieht in den Sog des Mekong.«
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»Ein Roman über die Geschichte der Menschheit und ihre Tragödien. Patrick Deville erzählt tiefsinnig und ironisch, melancholisch und genau, intelligent und eindringlich.«
Nathalie Crom ()
»Ein großartiger Romancier schenkt uns einen mitreißenden Roman. Deville vereint Poesie mit Ironie und erzählt von menschlicher Zärtlichkeit ebenso wie von menschlicher Grausamkeit.«
Anne-Marie Garat ()
»In fünfzig Kurzkapiteln fährt er einen packenden Zickzackkurs durch die Geschichte Indochinas, frei von Dogmen und Illusionen, voller Empathie und Melancholie. Und den Wegesrand säumen poetische Bilder von einer traumschönen, aber auch geschundenen Natur.«
Ingeborg Waldinger ()
»Ein Roman zwischen Entdeckungsreise und historischer Träumerei, der den Leser nicht mehr loslässt.«
Michel Litout ()
»Ein kluger Roman, der sich dem Leser nicht aufdrängt. Aufregend und brillant.«
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»Virtuos, bar aller Dogmen entrollt Patrick Deville den Ariadnefaden von Angkors Ruinen zu Pol Pot und der Hölle der Roten Khmer.«
Ingeborg Waldinger ()